Hate - Crusade:Zero

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VÖ: 30.01.2015
Bandinfo: HATE
Genre: Death Metal
Label: Napalm Records
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Lineup  |  Trackliste

Mit "Crusade:Zero" wirft die angeblackte Death-Partie HATE nach dem 2013er Longplayer "Solarflesh" ihr nächstes Werk zu Ehren des Gehörnten auf den Altar des Metals. Schon seit 1990 prügelt sich die Truppe unter ständigen Line-Up-Wechseln um Konstante Adam Buszko quer durch die Unterwelt, der große Durchbruch wie ihren Landsmännern von VADER oder BEHEMOTH blieb jedoch bis heute verwehrt, obwohl HATE mit ihrem bisherigen Schaffen durchaus gezeigt haben, dass sie wissen wie man starke Alben produziert. Ob dies nun mit "Crusade:Zero" wieder gelungen ist, soll sich sogleich zeigen...

Los geht es spannungsgeladen zur schwarzen Messe mit dem atmosphärischen Intro "Vox Dei (A Call From Beyond)" und daraufhin mit dem 1:49 Min. langen Instrumental "Lord Make Me An Instrument Of Thy Wrath" nahtlos Richtung Inferno. "Death Liberator" killt im besten Europäischen Death-Metal-Stil und VADER als die Urväter der polnischen Metalfront lassen herzlichst grüßen, unüberhörbar sind die Einflüsse. Im Großen und Ganzen marschiert man straight durch die Scheibe, Blastbeats, treibende Riffs, eingängige Melodien und hasserfüllte Frontvocals mit Boshaftigkeitsfaktor 666. Wenn sich die Band dann wie mit "Rise Omega The Consequence" wieder mehr in die Black-Richtung schlägt, schwingt unverkennbar der zweite große Bruder BEHEMOTH im Hintergrund mit.

So präsentiert sich "Crusade:Zero" auf den ersten Blick als starke Scheibe, die jedoch nach öfteren Durchläufen an Attraktivität verliert, zu wenig eigenständig ist der Stil von HATE und biedert sich den erfolgreichen Landsmännern an. Schade, hätte man doch mit den Vorgängerwerken schon genug Potential gezeigt um einen eigenen Weg zu gehen. Der Freund von Pech, Schwefel und angeschwärzten Death kann jedoch getrost einen Blick riskieren und wird mit der Platte sicherlich seinen zwischenzeitlichen Spaß haben, denn mit "Crusade:Zero" verhält es sich im Grunde wie mit polnischen Bigos, schmeckt hin und wieder vorzüglich, ist aber im Grunde ein aus unterschiedlichen regionalen Zutaten zusammengestampfter Einheitsbrei.

Anspieltipps:
- Death Liberator
- Hate Is The Law
- Rise Omega The Consequence



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Laichster (23.01.2015)

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