Excrementory Grindfuckers - Rampampampamm! (Weihnachten mit den Grindfuckers)

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VÖ: 00.00.2014
Bandinfo: EXCREMENTORY GRINDFUCKERS
Genre: Grind Core
Label: Eigenproduktion
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Lineup  |  Trackliste

Heavy Metal und Weihnachten! Ein Thema, welches jeden Hörer früher oder später einmal an den Rand des Fremdschämens für seine gesamte Szene gebracht hat. Die Peinlichkeiten etablierter Künstler hier alle aufzuzählen sprengt sicherlich den Rahmen dieses Texts, gerne sei aber kurz auf das aktuelle "Werk" von MAMBO KURT verwiesen, welches zwar komödiantisch angelegt ist, aber qualitativ wohl jedem Fass den Boden ausschlägt. Die nicht minder seriösen EXCREMENTORY GRINDFUCKERS gehen mit im Trend. "Rampampampamm! (Weihnachten mit den Grindfuckers)" ist kein Stück besser als der Rest - aber immerhin komischer.

Bereits im August veröffentlicht (pun intended!) bietet sich natürlich gerade jetzt nochmal ein genauer Blick auf dieses Album an, welches eigenen Aussagen nach nur als Überbrückung bis zur nächsten regulären Veröffentlichung dienen soll. Lassen wir mal so stehen. Gelungen ist vor allem der beigelegte Kalender für 2015, der das Leitthema "Weihnachten das ganze Jahr" nochmal unterstreicht. Coole Sache, wird aufgehängt. Und inhaltlich? Naja, Kenner der GRINDFUCKERS bekommen das aufs Ohr, was sie gewohnt sind. Nur halt eben im weihnachtlichen Kontext. "Oh Tannenbaum" als Grindcoreversion eben. Oder "Kling, Glöckchen". Oder "Come, They Told Me" als SEPULTURA-Cover. Dazu gibt es gewohnten Klamauk, der selbst bei KNORKATOR und J.B.O. Kopfschütteln auslöst. Muss man mögen, funktioniert aber. Und damit's nicht zu langweilig wird, veralbert man fluchs noch ein paar Musikgenres wie Power Metal ("Power Christmas"), Eurodance ("Celebrate Xmas" mit wirklich heftig misslungener englischer Aussprache, passt aber irgendwie zum Thema), HipHop („Christmass Hill“) und Country ("Weihnachten das ganze Jahr"). Ein gewisses Talent für Timing muss man demnach attestieren.

Fazit: Die Oma wird sich freuen, wenn dieses Paketchen unterm Baum liegt. Aber bevor Enkelchen Liese ihre Blockflöte auspackt, ist das hier für unsereins die deutlich bessere Alternative.



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Christian Wilsberg (04.12.2014)

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