The Brian Jonestown Massacre - + -

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VÖ: 28.11.2014
Bandinfo: The Brian Jonestown Massacre
Genre: Psychedelic Rock
Label: A Recordings
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Lineup  |  Trackliste

Bereits im vergangenen Mai erblickte die dreizehnte Langrille von Anton Newcombe & Co das Licht der Welt. Nun, ein paar Monate später, ist es anscheint wieder an der Zeit seine (Neo)-Psychedelic Rock-Kunst auf Tonträger zu bannen und mit der einfach betitelten EP „+ -“, ein weiteres Bandkapitel zuschreiben. Wie seine Vorgänger wurde auch die EP in Mr.Newcombes eigenen, in Berlin ansässigen, Label veröffentlicht. Welches neben einer ganz ordentlichen Anzahl an THE BRIAN JONESTOWN MASSACRE-Veröffentlichungen auch Outputs einiger anderer Bands in seinen Katalog vorzuweisen hat. Zu erwähnen wäre zum Beispiel die diesjährige Veröffentlichung von THE BLUE ANGEL LOUNGE „A Sea Of Trees“.

Das man sich einen Narren an skurrilen Langrillentiteln gefressen hat und zu gern auf das ein oder andere Thema offensichtlich anspielt, weis man ja nicht gerade erst seit Alben wie „Their Satanic Majesties' Second Request“ (1996), welches eine Art Tribute für das THE ROLLING STONES Album „Their Satanic Majesties Request“ darstellt, der EP „Bringing It All Back Home –Again“ (1999) mit BOB DYLAN seitiger Anspielung, „Who Killed Sgt. Pepper?“ (2010) mit THE BEATLES Verweis, sondern seit den man sich das erste Mal so richtig den Bandnamen auf der Zunge hat zergehen lassen. THE BRIAN JONESTOWN MASSACRE setzt sich zum einen Teil aus Brian Jones, den Gittaristen und Gründungsmitglied der ROLLING STONES (dessen Konterfei auch für das schwarz/weiß Cover der EP herhalten musste) und der vom Sektenführer Jim Jones 1974 gegründeten Siedlung Jonestown, in der es 1978 zum Massenmord der Anhänger des Peoples Temples kam, zusammen.

„Heat“ ist eine minimalistische, nur von dominanten Gitarren und Schlagzeug getragene, klassische Retro-Rock Nummer, mit tiefen Wurzeln in den späten 1960er, frühen 1970er, die genauso gut auf dem legendären Woodstock-Festival hätte vorgetragen werden können. Zum Ende werden Erinnerungen an Neo-Psychedelic Rockbands wie THE BLACK ANGELS oder THE BLUE ANGEL LOUNGE geweckt.

„Everything Was Very Simple“ kann man als instrumentale Nummer auffassen, durch den sich, ein immer wiederholendes psychedelisches Sprachsample zieht und somit der bewusstseinstiefe des Songs zu gute kommt. Eine richtig gelungene Sit-In Nummer, vielseitig mit hohen Klangbauten, ähnlich wie THE GRATEFUL DEADS „Dark Star“, bei dem die Jungs, bei der Live-Performance des dunklen Sterns, das Publikum aufgefordert hatten, das die Nummer der richtige Zeitpunkt wäre, mit der chemischen Erweiterung seines Bewusstseins zu beginnen.

„Reconstruction“ beginnt Schlagzeug lastig und mit einer Melodie, die sich ins Gedächtnis festbeißt. Ab der Songmitte mischen sich dezente, atemberaubende Gitarrensoli in den Hintergrund – Gänsehaut pur! Hier wird mit einem großen Retro-Rock Moment aufgewartet und ist der Anspieltipp der Minirille.

Freunde des Vintage-Styles und der (Neo)-psychedelischen Klänge werden dem Album im wahrsten Sinne aus der Hand fressen. Vier Songs, eine Zeitreise, ein Abtauchen in sich selbst. Klasse EP!



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: inhonorus (12.12.2014)

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