Diablo Blvd. - Follow The Deadlights

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VÖ: 23.01.2015
Bandinfo: DIABLO BLVD
Genre: Metal
Label: Nuclear Blast Records
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Lineup  |  Trackliste

Jahrelang garantierte der Belgier Alex Agnew mit seinen Stand-Up-Comedy-Shows für erstklassiges Training der Bauchmuskulatur und des Zwerchfells bei seinen Zuschauern, doch irgendwan wurde es dem in seiner Heimat überaus erfolgreichen Entertainer zu eintönig, immer den Kasperl für sein Publikum zu geben und entschied sich seiner zweiten großen Leidenschaft, der Rock- und Metal-Musik hinzugeben. So wurde im Jahre 2005 DIABLO BLVD gegründet und mit dem Debüt "The Greater God" und dem Nachfolger "Builders Of Empires" fand man auch außerhalb des Landes der Pommes und tausend Biere beträchtlichen Anklang und so kam es, dass man zuletzt die Neo-Thrash-Götter MACHINE HEAD auf Tour begleitete und auch hier abräumte. Nun soll der Weg konsequent fortgesetzt werden, mit "Follow The Deadlights" der Rock'n'Roll-Thron übernommen werden und so stellt sich die Frage beim betätigen des Play-Schalters: grauenhaftes belgisches Kirschbier oder hochprozentiges Duvel, das Bier des Sieges?

Der Stil von DIABLO BLVD lässt sich am besten als ein Mix aus klassischen bis modernen Metal-Elementen, Rock'n'Roll-Feeling und einer Prise Rockabilly-Attitüde beschreiben. DANZIG meets METALLICA meets VOLBEAT meets... die Liste würde zu lang werden, ein wilder Mix, der aber in sich schlüssig aufgeht und eine eigene Coolness entwickelt wie selten zuvor vernommen. Lederjacke an, Sonnenbrille auf und los geht es im Marlon Brando-Style, die Frauenherzen von der Chopper aus zu brechen. Treibende Riffs von den Gitarristen Dave Hubrechts und Andries Beckers (ex-BORN FROM PAIN-Saitenquäler), fette Basslines von Mr. Four-Strings Tim Bakaert und ein zwischen nach vorne drückender und eleganter Zurückhaltung balancierender Kris Martens am Drum-Kit sorgen für das beschriebene Feeling und Fronter Agnew? Der trällert mit seiner für viele weibliche Hörerinnen wahrscheinlich - soweit der Rezesent dies aus seiner Erfahrung mit weiblichen Vorlieben für Tonlagen von männlichen Vertretern der Gattung Homos-Metalicus beurteilen kann - sexy klingenden Rocker-Stimme durch die Nacht und bringt "Follow The Deadlights" so zum fulminanten Gesamtbild, das sich nicht verstecken muss, sondern berechtigt durch die Decke schießt.

Vom spannungsaufbauenden Opener "Beyond The Veil", mit seinem mächtigen vorwärtsmarschierenden Intro und dem nahezu sanften Mittelteil, über ein genial einfach gehaltenes eingängiges "Rise Like Lions", einem trotz rockiger Spielweise melancholisch klingenden Titeltrack "Follow The Deadlights", bis zur Mitgrölnummer "Son Of Cain" zeigen sich keine Abnützungserscheinungen, die Platte drückt nach vorne und lässt dem Genre-Mix geschuldet keinen Moment Langeweile aufkommen. "Fear Is The Enemy" schlägt härtere Töne an und walzt mit tödlicher Coolness übers Battlefield und dann kommt der große Schlag des Albums, "Peace Won By War". Dieser Song hat alles in sich, was im bis hierher abgespielten Teil gezeigt wurde, vereint alles bis jetzt Vernommene in sich, killt alles! "End Of Time" drückt anschließend noch schwer aus den Boxen und mit dem schnulzigen "Inhuman" entlassen DIABLO BLVD den Hörer nach 45 abwechslungsreichen Minuten mit einem Lächeln im Gesicht und der Versuchung, die Repeat -Taste zu drücken, werden wohl nur die wenigsten widerstehen können.

Hier wird all jenen, denen die Mischung aus Rock'n'Roll und Metal zusagt jetzt schon der wahrscheinlich große Wurf im Jahr 2015 präsentiert. Cool, innovativ, eingängig und von nie endender Abwechslung geprägt, zeichnet sich "Follow The Deadlights" als absolute Empfehlung aus!

Anspieltipps:
- Rise Like Lions
- Son Of Cain
- Peace Won By War

Und zum Erscheinen von "Follow The Deadlights" ist uns Fronter Alex Agnew im Stormbringer Interview Rede und Antwort gestanden. Zum Interview kommt ihr direkt HIER.





Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Laichster (19.01.2015)

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