RUTHLESS - They Rise

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VÖ: 30.01.2015
Bandinfo: RUTHLESS
Genre: Heavy Metal
Label: Pure Steel Records
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Lineup  |  Trackliste

Auch schon wieder seit 1982 gibt es RUTHLESS, eine äußerst true Heavy/US-Metal Band aus dem, ich nehme an, sonnigen Südkalifornien (angeblich regnet es da ja never, ach, egal...).

Mit obskuren, kaum bekannten und als Insidertipp gehandelten Jurassic-Metal Bands ist es des Öfteren ein wenig kompliziert. Handelt es sich tatsächlich um ein Juwel aus dem Dachboden der Rockmusik welches sich wieder zusammengerauft und eine kultige aber doch auch aktuelle Scheibe eingespielt hat oder will man hier nur schnell auf mächtig trendigen Festivals spielen und schnell ein wenig die Rente über ein Minilabel machen?

RUTHLESS sollen dereinst, 1984, einen wahren Klassiker mit "Metal Without Mercy" veröffentlicht haben der dann auch 2012 mit sechs Bonussongs wiederveröffentlicht wurde. Da hat man aber auch schon auf dem KEEP IT TRUE gespielt. Das adelt wohl jede Band und das meine ich durchaus ernst. Ein Auftritt auf diesem Festival ist durchaus etwas mit dem man angeben kann.

Auch 2015 geht es wieder nach Lauda-Königshofen zum KIT und passend dazu freut man sich, ein neues Album präsentieren zu dürfen. Die Freude liegt ganz meinerseits, handelt es sich doch um ein äußerst gelungenes Old-School-Metal-Album das trotz seiner langen Spielzeit von über einer Stunde nicht in Wiederholungen oder Mittelmaß verfällt. RUTHLESS spielen einen recht griffigen US-Metal der aber durchaus auch europäische Einflüsse mitbringt. Die Grätsche zwischen den verschiedenen Herangehensweisen gelingt und wird durch eine zeitgemäße, aber durchaus einer "Klassikerband" würdigen Produktion noch verstärkt. Man höre sich das Highspeed-Brett "Hang Man" exemplarisch für mein Statement an.
Ganz klar die Stärke der Band ist Sänger Sammy DeJohn der irgendwo zwischen METAL CHURCH und WASP und auch mal Bruce Dickinson (der Beginn von "Time Waits") sein eigenes Nischchen gefunden hat und jeden Song auf ein höheres Level hebt. Was mitnichten heißt, dass die Songs oder gar die Musiker nicht alleine schon gut wären. Das Album ist mehr als solide gespielt und kann mit durchgehend starkem Material aufwarten. Teils beinahe episch tritt man dann wieder, wie schon erwähnt auf das Tempo und vergängelt sich nicht in ewig wiederholendem Material sondern kommt immer recht praktisch auf den Höhepunkt der Songs zu. Da werden auch eher bekannte Riffs wie bei "Out Of The Ashes" spontan zum Kopfnicker.

Dank Pure Steel gibt es das neue Album "They Rise" ab Ende Januar und dürfte einige Klassikerfreunde zum Jubeln bringen. Mir gefällt es auf jeden Fall äußerst gut. Eine der besseren trven Metal-Scheiben der letzten Jahre.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Christian Wiederwald (25.01.2015)

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