SHADOWQUEST - Armoured IV Pain

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VÖ: 26.01.2015
Bandinfo: Shadowquest
Genre: Melodic Rock
Label: Eigenproduktion
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Lineup  |  Trackliste

Die Allstar-Band SHADOWQUEST, die aus einigen Szeneveteranen von Bands wie DIONYSUS, BLOODBOUND, STRATOVARIUS, SAINT DEAMON etc besteht, fackelt auf ihrem Debüt nicht lange, sondern schickt mit “ Blood Of The Pure“ gleich einen knallharten, hundertprozentigen Ohrwurm ins Rennen. Der Opener glänzt mit starken Riffs und klugen Breaks, besitzt irren Groove und strotzt vor Härte.

Ein weiterer Bonuspunkt ist BLOODBOUND-Sänger Patrik Johansson, der seiner Stimme wunderbare Melodien, aber auch die nötige Aggression entlockt und damit die erstklassigen Songs perfektioniert. Er singt absolut herausragend, kann alles in seiner Stimme vereinen, das man als Metal-Frontmann haben muss, nämlich Melodik, Spannung und Aggressivität. Das technische Können der Protagonisten überzeugt durch die Bank - speziell wenn der Fuß vom Gaspedal genommen wird. Die an YNGWIE MALMSTEEN erinnernde Saitenkunst, gepaart mit klassischen Einflüssen, trägt die einzelnen Stücke, überlädt die Lieder jedoch nicht, geschweige denn verzettelt sich in egoistische Gitarrenduelle, welche jede Songstruktur zerstückeln.

Die Herren wildern zwar quer durch die Metal-Geschichte, aber im Gegensatz zu unzähligen anderen Combos gelingt den Skandinaviern nicht nur eine verdammt gute Akustik-Verbeugung vor ihren Helden, sie bündeln auch noch eine anständige Portion Ideenreichtum dazu. Hier werden STRATOVARIUS, alte hymnische GAMMA RAY, HAMMERFALL, HELLOWEEN, FREEDOM CALL oder JUDAS PRIEST mit großer Liebe und Hingabe zitiert und so bleiben vor allem das speedige „All One", die Megahymne „Last Farewell" oder die fast schon provokant nach STRATOVARIUS klingende, bombastische Hooklinebombe „Live Again" als hervorragende Ehrerbietung in den Gehörgängen hängen.

SHADOWQUEST haben sich ausreichend Aufmerksamkeit seitens des stählernen Publikums verdient. Kein stinknormaler, abgedroschener Power Metal, sondern fein überlegte und durchdachte Musik steht auf der Tagesordnung und da sich auch die Lyrics, das Artwork und die Produktion sehen und hören lassen können, ist hier nur Lob angebracht. Fazit: Ein geiler Silberling, der die Melodic-Metal-Fraktion „made in Sweden“ nicht enttäuschen wird. Das Album strotzt vor Ehrlichkeit und lässt dieser, aufgrund ihrer hohen musikalischen Begabung freien Lauf, was im Endeffekt dem Hörer zu Gute kommt. Absolut brillant.



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: manfred (20.01.2015)

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