LICH KING - Do Over

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VÖ: 25.12.2014
Bandinfo: LICH KING
Genre: Crossover
Label: Evil Eye Records
Lineup  |  Trackliste

LICH KING sind wahrlich keine Newcomer und thrashen die Szene seit nunmehr einer Dekade, wenn auch auf diesen ansonsten gewohnt ausgewogenen Seiten bislang unbemerkt. Typisch amerikanisch begeistern die Fünf aus Massachusetts in bester neuer MUNICIPAL WASTE-, HAVOK-, DR. LIVING DEATH- oder BONDED BY BLOOD-Tradition, zünden eine Genre-Rakete nach der nächsten und orientieren sich dabei nur am Besten, sprich an den namhaften (Bay Area)Thrash- und Crossover-Göttern aus den Achtzigern. Für die EP wurden fünf Songs von den ersten beiden Alben “Necromantic Maelstrom” und “Toxic Zombie Onslaught” neu eingespielt, die in den fett produzierten Neo-Versionen drücken und amtlich zünden.

Der EP-Titel “Do-Over” ist somit nicht umsonst gewählt. Da die beiden ersten CDs schwer erhältlich waren und nach Bandangaben auch die Mastertracks nicht mehr auffindbar waren, lag es nahe, die besten Songs noch einmal einzuspielen. Zu den amtlich regierenden und ungehemmt gerade aus nach vorne stürmenden “Mascot War”, “Thrashssacre” und “Toxic Zombie Onslaught” haben die Massachusetts-Thrasher noch “Hot For Teacher” von VAN HALEN eingeholzt, das naturgemäß vom Spaßfaktor her zur Band passt und auch lässig umgesetzt wird.

Die EP beinhaltet allesamt Mitbrüll-Nummern, die vom treibenden Drumming und ultrafetten, flirrenden Riffsalven begleitet nach vorne gedrückt werden. Sänger Tom Martin, der auch für´s Artwork zuständig ist, erinnert dabei ein ums andere Mal auch an NUCLEAR ASSAULT´s John Connelly. Der "Do It Yourself"-Aspekt spielt generell eine große Rolle bei den jungen Wilden aus dem Nordosten der USA, immerhin ist der Drummer auch für den Sound der EP zuständig. Beim Hören der EP schießen einem aus dem Kurzzeitgedächtnis unwillkürlich die alles zerstörenden INSANITY ALERT in´s Hirn, die letztes Jahr mit ihrem gleichnamigen Albumdebüt nicht nur kräftig aufzuzeigen vermochten, sondern auch klarmachen konnten, über welch erstklassiges Brüllorgan IA-Fronter Kevin verfügt.

Abgerundet wird der mit Genre-immanentem Humor (“Black Metal Sucks”), witzigen Wortspielen á la “Thrashssacre” sowie einem an die Inspiratoren D.R.I. angelehnten Cover (samt integriertem Bandmaskottchen) ausgestattete Kurzdreher von einer Demoversion eines Tracks (“Crossover Songs Are Too Damn Short”) vom im Laufe des Jahres 2015 erscheinenden, fünften Studioalbum. Das Warten bis dorthin wird mit vorliegender EP jedenfalls verkürzt, Zeit für ein neues Studioalbum der neonliebhabenden, frischen Thrasher wird es nach dem 2012er “Born Of The Bomb”-Album ohnehin alle Mal!





Ohne Bewertung
Autor: Thomas Patsch (31.12.2014)

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