INQUISITION - Into The Infernal Regions Of The Ancient Cult (ReRelease)

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VÖ: 26.01.2015
Bandinfo: INQUISITION
Genre: Black Metal
Label: Season of Mist
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Lineup  |  Trackliste

INQUISITION nehmen uns mit auf eine Reise, zurück in jene dunklen Tage, als alles begann für die US-Truppe. Zumindest Longplayer-technisch im Underground rumorte - genährt durch die zuvor in überschaubarem Rahmen gestreuten kleinformatigen Releases - schon vor 1998 der legendäre Ruf der Amerikaner, die sich bis heute ein treues Following und einen Status recht weit oben auf den einschlägigen Festivals erarbeitet haben. Nachdem Season Of Mist jüngst schon den letzten Kracher “Obscure Verses For The Multiverse“ veröffentlicht haben, nützt die Plattenfirma gleich noch die Chance, das Debüt des heute als Duo firmierenden Verwüstungskommandos wiederzuveröffentlichen. Dies erfolgt standesgemäß, immerhin wurde der Chose ein amtliches neues Albumcover aus dem Pinsel des im Underground renommierten Italieners Paolo Girardi gegönnt, welches dem geilen Sound der Band um Bandchef Dagon gerechter wird als das originale, recht hässliche Cover.

Der Erstling war der vorläufige Höhepunkt einer bis zum damaligen Zeitpunkt bereits zehn Jahre währenden Underground-Karriere des aus Kolumbien in die USA emigrierten Dagon. Die über die Jahre erworbene Erfahrung kam dem Gespann seinerzeit zugute, dennoch holpert und rumpelt der Erstling modrig aus den Boxen und strotzt nur so vor altem Spirit, der im grundsätzlich behäbigen Tempo seine hypnotische Wirkung entfalten kann, durchbrochen von perfekt platzierten, flotteren Passagen. Herausstechend sind etwa die folkigen Anklänge auf „The Initiation“, die an slawische Bands erinnern oder das mächtige Break im Titeltrack, daneben gefallen „Empire Of Luciferian Race“ oder das starke „Journey To Infernukeorreka“, „Those Of The Night“ findet sich noch heute in den Live-Sets wieder. Welcher Teufel auch immer Dagon auf diesem Werk ritt, Tatsache ist, dass dieses Album einen wichtigen Baustein in der Kultgeschichte der Band darstellt und zudem der einzige Longplayer in der Bandkarriere ist, auf der auch ein Bass zum Einsatz kam.

Ursprünglich auf dem kolumbianischen Sylphorium-Label erschienen, gab es über die Jahre mehrere Wiederveröffentlichungen, die vorliegende sollte dennoch ob des aktuellen Artworks eine lohnende Anschaffung darstellen. Ansonsten wurde soundtechnisch nichts manipuliert, oder wie es die Band ausdrückt: „Original masters; no remixes, no re-mastering“. Auch wenn die Monotonie des markanten, beschwörend-knurrenden Sprech-Organs von Dagon (welches andererseits ein Charakteristikum der Band darstellt) ab und an nervt, ist „Into The Infernal Regions Of The Ancient Cult“ geiler, atmosphärisch dichter Underground-Stoff, aus dem die Träume des eskapistisch und spirituell veranlagten Metallers sind, für den Black Metal mehr als nur Äußerlichkeiten und Image ist. Kein Genre-Klassiker, aber ein Manifest einer Band, die mit ihrem ureigenen Stil und Technik bis zum heutigen Tage Legionen an Fans beeindruckt. Die neu aufgelegte Symphonie des Abartigen kommt zur Befriedigung der Sammlerwut in verschiedenen Ausführungen.



Ohne Bewertung
Autor: Thomas Patsch (23.01.2015)

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