Nexus Opera - Tales From WWII

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VÖ: 30.11.2014
Bandinfo: Nexus Opera
Genre: Power Metal
Label: Spider Rock Promotion
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Lineup  |  Trackliste

Man weiß nicht so genau, ob es mutig oder einfältig (oder ein bisschen von beidem ist), in Tagen wie diesen, wo eine kleine schwedische Band namens SABATON nicht nur Stadien bespielt und mehrere eigene Festivals und auch eine eigene Kreuzfahrt organisiert, sondern regelmäßig auch internationale Charterfolge einfährt, einfach mal so eine Power-Metal-Band zu gründen, die dann Kriegs-Themen in ihre Lyrics einarbeiten soll und dann das Debütalbum mit der Subtilität eines Vorschlaghammers auch noch "Tales From WWII" zu nennen.

So geschehen aber im Falle der Italiener von NEXUS OPERA, die mit ihrem neun Songs umfassenden Debüt genau diesen Schritt wagen; und soviel sei vorab gesagt - das Duell mit dem schwedischen Panzerbattalion muss man in diesem Fall nicht mal ausfechten, da sind die Kollegen aus Italien leider bereits im Ansatz geschlagen; und das kann man auch sagen, wenn man - wie ich - nicht der größte SABATON-Fan ist.

Gut, man mag den Herren aus Italien zumindest volle Hosen (im positiven Sinne) attestieren, diesen Schritt gewagt und diese stilistische Ausrichtung gewählt zu haben, allerdings bringt das Debüt die Truppe noch nicht allzu weit. Denn Songs wie "Wolfpack" (gab's schon von SABATON) oder "Nacht Hexen" (gab's schon von SABATON) können so gar nicht überzeugen; die sehr "kostensparende" Produktion rumpelt hinten und vorne, tight ist hier außer dem Produktionsbudget leider gar nichts und auch Sänger Davide kann kaum nennenswerte Akzente setzen und singt sich allzu generisch durch Italo-Power-Metal-Songs, die leider nie die kompositorische Finesse und Ohrwurm-Qualitäten von Genrevätern und Landsleuten wie RHAPSODY OF FIRE oder LABYRINTH erreichen.

Zugegeben, das Sextett schlägt jetzt zumindest musikalisch nicht in dieselbe Kerbe wie die schwedischen Kollegen, stattdessen bewegt man sich eher auf traditionell italienischen Melodic-Metal-Pfaden, die mit 80er-NWoBHM-Elementen durchsetzt sind. Dies ist allerdings nur bedingt von Vorteil, da eben wie bereits besprochen die Performance der Band leider zu wünschen übrig lässt und sowohl in punkto Songwritung als auch in der Umsetzung noch deutlich mehr Feinschliff notwendig ist. Als Highlight kann aber wohl der Opener "Ardenne" genannt werden, der als atmosphärische Instrumental-Nummer daherkommt und eigentlich Lust auf mehr macht; schade, dass der Rest des Albums da nicht so ganz mithalten kann. Ein paar schöne melodische Ansätze blitzen dann auch immer mal wieder durch, wie bei "Katyn (Death In The Forest)", alles in allem bleiben die "Tales From WWII" aber leider unterdurchschnittlich.



Bewertung: 2.0 / 5.0
Autor: Dragonslayer (31.01.2015)

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