The Poodles - Devil In The Details

Artikel-Bild
VÖ: 27.03.2015
Bandinfo: The Poodles
Genre: Rock
Label: Gain Music Entertainment
Hören & Kaufen: Amazon | Ebay
Lineup  |  Trackliste

THE POODLES. Nein, das ist nicht die DDR-Combo, die mit "Alt wie ein Baum" noch heute auf verschiedenen öffentlichen-rechtlichen Sendern gespielt wird. Ganz im Gegenteil - das ist die schwedische Glam Rock-Gruppierung rund um Front-Sirene Jakob Samuel, die mit "Devil In The Details" ihr sechstes Album veröffentlicht und damit einen legitimen Nachfolger zum 2013er Output "Tour De Force" vorlegt. Mit ihren Albumtiteln haben die Schweden ja schon immer ein wenig kokettiert. Denn die mittlerweile zwei Jahre alte "Tour De Force" kann ebenfalls als hervorragende Metapher für die nicht immer zur Gänze überzeugenden Veröffentlichungen der Jungs herangezogen werden, denn der Teufel steckte da manchmal leider wirklich im Detail. Und siehe da - THE POODLES nehmen ihre kleinen Schwächen ernst und setzen das Detail gleich auf's Albumcover.

Gut so, denn "Devil In The Details" ist genau das geworden - eine kleine Koketterie mit der eigenen Vergangenheit und den ganz persönlichen musikalischen Trademarks. Und wie schon bei den Alben zuvor ist auch das vorliegende kein Airplay-Highlight von der ersten bis zur letzten Minute. Zu abgesoftet klingen manche Passagen, zu vorhersehbar. Aber das war klar, das war zu erwarten. THE POODLES stehen nämlich für astreinen Stadion-Rock, der ein wenig Glam, etwas Heavyness und ganz viel AOR miteinander verbindet. Da kann die chorale Bridge bei "The Greatest" schon einmal nach COLDPLAY klingen und das darauf folgende "Crack In The Wall" wiederum - natürlich mit einem mitsingtauglichen, mitreißenden Refrain - voll auf die Zwölf gehen. Das ist das Patentrezept eines jeden POODLES-Album, das sich aber immer mehr zu einem wahren Erfolgsrezept entwickelt. Denn auf "Devil In The Details" klingen die Schweden so reif (und vor allem ausgereift) wie noch nie. Da treffen filigran-treffende Riffs auf unglaublich eingängige Melodiebögen. Dazu eine Brise Epik, plötzlich aufkommendes spanisches Gitarrengezupfe und ein leicht überhebliches, glamouröses Gehabe und schon ist das stilistische Konzept fertig. Und das funktioniert - zumindest in großen Teilen - sehr gut!

Das eben schon erwähnte "Crack In The Wall" gehört mit zum Besten, was die Jungs bis dato rausgehauen haben. "(What The Hell) Baby" ist ein poppiger Groover, der live sehr gut funktionieren wird. "Everything" und "Stop" sind diese typischen mitreißenden Midtempo-Rock-Nummern, die am ehesten mit GOTTHARD zu vergleichen wären und "Before I Die" legt als Opener gleich gehörig los. Ein metallener Riff, relativ düster für POODLES-Verhältnisse und ein Samuel, der seine Stimme auf diesem Longplayer - wie selten zuvor - voll im Griff hat. Will heißen, dass seine Vocals ausgereifter wirken und seine Stimme die musikalische Ausrichtung dieser Band perfekt unterstützen. Zum Schluss hin schleichen sich zwar ein, zwei schwächere Songs ein ("Creator And Breaker"), der Rest rockt, zieht und "glamt" aber unbestritten. "Devil In The Details" ist ein richtig starker Output geworden, mit dem THE POODLES ein erneutes Ausrufezeichen hinter ihr Schaffen setzen. Wer den obligatorischen Nachfolger für EUROPE sucht, hat ihn hiermit gefunden...



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: mat (17.03.2015)

WERBUNG: Hard
ANZEIGE
WERBUNG: Blues Pills - Holy Moly!
ANZEIGE