Profanity - Hatred Hell Within

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VÖ: 19.12.2014
Bandinfo: PROFANITY
Genre: Death Metal
Label: Rising Nemesis Records
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Lineup  |  Trackliste

Ganze zwölf Jahre nach dem letzten Lebenszeichen in Form der Single "Humade Me Flesh" der bayrischen Prügel und Schlächterabteilung PROFANITY fliegen uns mit "Hatred Hell Within" wieder die abgehackten Körperteile um die Ohren. Hat man zuletzt auch live, wie beim Auftritt im Landecker Kino als Support für die Kult-Grinder FLESHLESS (zum Livereport) voll überzeugt, so freut es einen die schon zum damaligen Zeitpunkt angekündigte neue EP in Händen zu halten und sogleich das akustische Hackbeil im Wohnzimmer wüsten zu lassen. Es darf vorweggenommen werden, die Augsburger Brachialvereinigung hat auch nach 21 Jahren Krawall kein bisschen Rost im Getriebe angesetzt.

"Melting" nennt sich der erste der drei Songs umfassenden EP und blastet gleich ordentlich durch die Synapsen des Schlachtviehs. Drummer Armin Hassmann sei es gedankt, kunstvoll wird Geschnetzeltes produziert und geht mit den rasiermesserscharfen Gitarrenparts von Fronter Thomas Sartor eine nach Destruktion des Seins lechzende Symbiose des Todes ein und für den unterschwelligen Groove im CANNIBAL CORPSE-Style sorgt Basser Martin Bauer, fühlt man sich doch bei "I´am Your Soul (You Made Me Flesh)" des öfteren an die genialen Bass-Lines eines Alex Webster erinnert. Ein acht-minütiges Schlachtfest für Fans des "echten" Death-Metals... No Posers Allowed! Nachdem sich Vocalist Sartor am Ende des Songs dann noch äußerst romantisch die eigenen Gedärme auskotzt, geht es mit "Hatred Hell Within" in die Zielgerade zur Schlachtbank, wo der Metzger bereits den Bolzenschussapparat im Takt betätigt, ein extrem fettes Bassspiel dürfte hier auch den letzten Kadaver erstarren lassen, nur um dann erbarmungslos im Klang der Totenglocken in zwei Stücke zerteilt zu werden.

"Hatred Hell Within" ist purer Underground-Death-Metal aus Überzeugung. Fett, tight und kompromisslos der Old-School-Schiene verpflichtet. PROFANITY setzten keinesfalls auf sinnloses Hammer-in-die-Fresse-Gebolze, sondern präsentieren sich auf handwerklich hohem Niveau mit einer messerscharfen EP!



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Laichster (05.03.2015)

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