Axemaster - Overture To Madness

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VÖ: 06.03.2015
Bandinfo: AXEMASTER
Genre: Heavy Metal
Label: Pure Steel Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Das amerikanische Power Metal-Quartett AXEMASTER hat 1987 das mittlerweile zu stolzen Preisen vertriebene „Blessing in the Skies“-Album via Azra Records veröffentlicht und drei Jahre später das doch etwas lauwarme „Death Before Dishonor“-Werk nachgeschoben. Danach nannte man sich in THE AWAKENING um, löste sich 1995 auf und Mastermind Joe Sims reaktivierte AXEMASTER im Jahr 2008 unter dem Namen INNER TERROR, nur um die ganze Geschichte 2010 wieder an seine Anfänge mit dem Namen AXEMASTER zurückzuführen. Dies gipfelte 2014 in einer selbstgebrannten Deom-CD-R mit dem Titel „A Taste Of Madness“ und aufbauend auf die dort gereichten vier Songs (plus dem „Entering Madness“-Intro) liegt jetzt – nach einem Deal mit PURE STEEL RECORDS – das neue AXEMASTER-Album „Overture To Madness“ mit insgesamt 13 Songs und einer stolzen Spielzeit von einer knappen Stunde vor.

Und trotz der zweifelsohne vorhandenen langjährigen Routine der Truppe ist das de-facto Comeback-Album eine etwas verzwickte Sache geworden. Joe Sims hat sich ein ums andere Mal auf nicht so leicht nachvollziehbare Songkonstrukte versteift und bis auf wenige Ausnahmen (der Opener „. Sanity's Requiem“ bzw. das abschließende „Epic“) komplett auf Eingängigkeit verzichtet. Großer Pluspunkt der Truppe ist allerdings Sänger Geoff McGraw, der mit seiner bei Zeiten rauen, tieferen Stimme dem Quartett ein wenig Thrash-Metal-Flair einhaucht und manchmal wie eine weniger heisere Version von David Wayne († R.I.P.) klingt. Darum darf man „Overture To Madness“ samt seinem omnipräsenten schleppenden bis verschleppten Tempi auch wie eine lang nicht so zugängliche Version von METAL CHURCH meets ANVIL umschreiben.

Eine Spur zu lange ist „Overture To Madness“ definitiv ausgefallen, auch war der Verzicht auf so richtig schöne, sinnige Hooks nicht wirklich gewinnbringend, dennoch darf man dem Comeback der Truppe aus Cleveland ohne Zweifel ein „gut“ mitgeben. Irgendwie hat der Rezensent, trotz der zeitweisen kultigen Kauzigkeit des Gesamtwerkes, das Gefühl hier sei mehr drinnen gewesen.

old passion without any compromises




Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Reini (04.03.2015)

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