INQUISITION - Magnificent Glorification Of Lucifer (ReRelease)

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VÖ: 23.03.2015
Bandinfo: INQUISITION
Genre: Black Metal
Label: Season of Mist
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Lineup  |  Trackliste

Munter geht die Reihe der INQUISITION ReReleases weiter. Nach dem Debut "Into The Infernal Regions Of The Ancient Cult" von 1998 und "Invoking The Majestic Throne Of Satan" von 2002 steht nun Album Nr. 3 des kultigen Seattle-Outfits zum Relaunch an. Zu allererst sticht wieder das Cover-Facelift ins Auge, wiederum wurde ein Gemälde von Paolo Girardi verwendet, das den Wiederveröffentlichungen eine wahrlich edle Front verpaßt. Und auch in Falle dieses Albums war ein Cover-Update im Vergleich zum Original dringend notwendig. "Magnificent Glorification Of Lucifer" erschien ursprünglich 2004 und präsentierte eine sich mehr und mehr verfestigende Besetzung, die nun vollends ihre Duo-Nische ausfüllen konnte. Alle Ingredienzien, welche zu den Identifikationsmerkmalen der Band gewachsen waren, werden von Meister Dagon zu einem weiteren grimmigen Wunderwerk schwarzmetallischer Kunst verdichtet. Die surrend-flirrende Bienenstock-Gitarre, das Drumming von Incubus und das hypnotische Geknurre Dagons flossen in die neun BM-Epen, die gewohnt mit ausladenden Songtiteln versehen waren und sich zwischen selektiv eingesetztem Gewüte und Midtempo bewegen.

Aus den Hymnen an Tod und Deibel ragen vor allem "Crush The Jewish Prophet", das beharrlich in die Gehörgänge kriecht oder etwa "Under The Black Inverted Pentagram" heraus, das zudem durch einen originellen Gitarrenpart im Mittelteil besticht, der sich auch auf dem coolen "Of Blood and Darkness We Are Born" wiederfindet. Weiters ins Ohr stechend "Impaled By The Cryptic Horns Of Baphomet", bei dem Dagon seinen Gesang auffällig und sehr ansprechend variiert und das breit rockende "Dark Mutilation Rites". Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. Dieser manifestiert sich bei INQUISITION darin, dass das Album beim deutschen No Colours-Label erschien, das sich aufgrund seines Label-Rosters und des teilweise damit verbundenen braunen Sumpfes nicht gerade mit Ruhm bekleckerte. Mit der Wiederveröffentlichungsserie (das vorgestellte Album ist nicht das letzte der Reihe) hat es sich Season Of Mist wohl nicht zuletzt auch zur Aufgabe gemacht, eines ihrer neuen Label-Zugpferde vom angekratzten Ruf einer No Colours Rec. Band zu befreien und wertige Alternativen zu den Originalen zu bieten. Als zusätzlichen Kaufanreiz für Neuentdecker oder Wiederkäufer packten Season Of Mist noch zwei rare Bonustracks drauf.



Ohne Bewertung
Autor: Thomas Patsch (29.03.2015)

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