DRUDKH - A Furrow Cut Short

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VÖ: 24.04.2015
Bandinfo: DRUDKH
Genre: Pagan Metal
Label: Season of Mist
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Lineup  |  Trackliste

DRUDKH machten ja zuletzt eher mit Coverversionen auf sich aufmerksam. Sei es auf der "Eastern Frontier In Flames"-Compilation oder der ebenfalls Anfang 2014 erschienenen Cover-Split mit WINTERFYLLETH, das letzte reguläre Studioalbum datiert mit 2012. Höchste Zeit also, für akustischen Nachschub zu sorgen. Dies trotz aller politischen Wirren, welche die Ukraine zuletzt durchleben mußte. Allem Kriegsleid zum Trotze raffte sich Mastermind Roman Sayenko auf, knapp sechzig Minuten Musik zu schreiben. Laut Info ist Sayenko inhaltlich wieder von ukrainischen Dichtern des 20. Jahrhunderts beeinflußt worden und somit auch mit dem (oft blutigen) Kampf um die Unabhängigkeit seines Landes befaßt. Kein Wunder also, dass dieses große Thema auch tiefe Furchen in der soundtechnischen Umsetzung seines Konzepts hinterlassen hat.

"A Furrow Cut Short" ist geprägt von einer Zerissenheit zwischen wütenden Tiraden, eruptiven Soundkaskaden und wehmütigen Melodien, die aus den elegischen Gitarrenriffs triefen (etwa "Cursed Sons II"), während das Doublebass-Drumming Titel wie "Ember" unaufhaltsam vorantreibt. Sayenko brüllt in den ausladenden und gut produzierten Songs seine aufgestaute Energie, Verzweiflung und mutmaßliche Zerrissenheit aus voller Kehle heraus. So muß das, so darf starke, emotionsgeladene und expressive Musik entstehen, auch wenn die Umstände und das aktuelle Umfeld eher von trauriger Natur sind. Die Ukrainer haben ein äußerst stimmiges und ergreifendes, in ein ausdrucksstark-grobes Albumcover gehülltes, paganbeeinflußtes Black Metal-Paket geschnürt, das die Stimmungs-Trumpfkarte perfekt ausspielt, aber teils mit Höhepunkten geizt. Der Rest wird als Mysterium unter Verzicht auf Interviews, Bandpics etc. kultiviert.



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Thomas Patsch (15.04.2015)

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