Perfect Blue Sky - Emerald

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VÖ: 23.03.2015
Bandinfo: Perfect Blue Sky
Genre: Psychedelic Rock
Label: Scarecrow Recordings
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Lineup  |  Trackliste

Wenn man den Bandnamen PERFECT BLUE SKY irgendwo auffasst, klingt er im ersten Moment schon sehr nach einer neuen “Retro-Hippie-Band“ und so ganz falsch liegt man bei dem ersten Gedanken gar nicht. Musikalisch von den Singer & Songwriter, Folk- und Psychedelic Rock der späten 60s, frühen 70s geprägt, schaffen es Jane Kitto und Pna Andersson (nebst Gastmusiker) auf „Emerald“ eine schön sonnige, blumige Atmosphäre zum Träumen zu erzeugen, die mit einer ordentlichen Portion Retrocharm punkten kann. So klingt man zum Teil wie SIMON & GARFUNKEL oder wie DONOVAN, positiver und soundreicher als der frühe LEONARD COHEN, obwohl eine gewisse Grund Melancholie schon hörbar ist, zwar bei weitem nicht so stark ausgeprägt wie bei NICK DRAKE, aber doch unterschwellig hörbar.

Während „Phoenix Starlight“ noch mit Meeresrauschen und Akustikgitarre beginnt, zum Ende hin schneller wird und sich zu einer Nummer entwickelt, die man an einem sonnigen, wolkenfreien Tag am Strand erwartet, so überrascht das stampfende „Kingdom“ mit seinen 70s-Gitarrensoli, und seinen psychedelischen Scharm.

„Gospel Of The Waves“ kommt wiederum als sehr melancholische, richtig starke Nummer, mit netten Gitarrenriffs im Petto, daher. Der richtige Soundtrack um sich während einer langen Bahnfahrt träumend an der Landschaft zu ergötzen. Doch für mich ist „Science Man“ mit seiner ruhigen, in sich stimmigen Klanglandschaft der beste und abwechslungsreichste Gesamtsong der Langrille. Der Sound geht sofort ins Ohr.

PERFECT BLUE SKY ist mit „Emerald“ eine durchweg gute Platte gelungen, die den einen oder anderen (gerade jetzt im kommenden Sommerhoch) wieder dazu verleiten könnte sich in seine Vintage - oder Batikklamotten zu schmeißen, ein Paar Blümchen ins Haar zu pflanzen und den Moment zu genießen. Doch mit über eine Stunde Spielzeit ist die Platte zu lang ausgefallen, dazu kommt, dass sich fast alle Songs zu sehr ziehen und nur bedingt für genügend Abwechslung in sich selbst sorgen. Weniger wäre hier dieses Mal definitiv mehr gewesen.

Lauschlappen-Orgasmusfaktor: „Science Man“




Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: inhonorus (01.05.2015)

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