Various Artists - A Tribute To RIOT - Thunder And Steel Down Under

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VÖ: 24.04.2015
Genre: Power Metal
Label: Skol Records
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Lineup  |  Trackliste

Auf “Thunder And Steel Down Under" huldigt Producer und Skol-Labelchef Bart Gabriel einer wichtigen und einflussreichen Band, die sich allerdings Zeit ihres Bestehens unter Wert geschlagen geben musste, aber von den eingefleischten Metal Hearts umso abgöttischer geliebt und verehrt wird. Nach einer langen Durststrecke begann mit dem starken "Immortal Soul" (2011) für die mittlerweile unter dem Zusatz "V" firmierende Band mit dem 2014er Kracher "Unleash The Fire" ein wahrer Höhenflug, der - begleitet von tollen Liveleistungen - nun auch den ersten RIOT-Tribute mit sich zieht. Der Sampler ist dabei eine echte (End-70er- und 80er) Werkschau der US-Power-Metal-Legende, interpretiert von zahlreichen Musikern und Bands, die sich wohl auch zum eingeschworenen Fankreis zählen und zeigt, welch lässige Nummern die Combo rund um den inzwischen verstorbenen Mark Reale (das letzte verbliebene Gründungsmitglied) über die Jahre geschrieben hat.

Die Bandbreite reicht dabei von ganz frühen Perlen wie "Road Racin'", "Rock City" oder "Warrior" bis hin zu absoluten Bandklassikern. Nur zwei Titel nach dem grandiosen "Thundersteel" (1988) fanden Platz auf diesem Sampler (das speedige "Riot" von "Immortal Soul" und "Soldier" von "Nightbreaker"). Abwechselnd zeigt sich die Brillanz von Titeln wie etwa "Swords And Tequila", "Fire Down Under" oder "Sign Of The Crimson Storm" wie auch die Klasse der Interpreten. Bärenstark dabei etwa ROCKA ROLLAS, STALLION, NIGHT DEMON oder CRYSTAL VIPER, wenn Fronterin Marta und Feschak bzw. derzeitiger RIOT V-Sänger Todd Michael Hall ein fulminantes "Thundersteel" entfesseln, wohingegen OCTOBER 31 samt Frontwüterich King Fowley "Loanshark" schrotten, dies allerdings im sympathischen Sinne.

"Warrior" durfte man sich ja bereits in der Vergangenheit ebenso zu Gemüte führen wie das von ALPHA TIGER bereits live gezockte "Flight Of The Warrior". WALPYRGUS fangen den geilen Spirit einer Nummer wie "Outlaw" perfekt ein, während SAVAGE MASTER dem Guy Speranza-Erbe weibliche Vocals entgegensetzen. Diese Zusammenstellung stellt eine würdige Huldigung dieser tollen, von zahlreichen Todesfällen gebeutelten (neben dem an den Folgen von Morbus Crohn verstorbenen Reale segneten auch Rhett Forrester und Guy Speranza das Zeitliche) und dem ewigen Dasein als "Underdogs" geprägten Band dar und lässt selige Erinnerungen an Überalben wie "Thundersteel" oder die Früh-80er-Klassiker ("Fire Down Under" etc.) aufbranden, "The Privilege Of Power" wurde leider von keiner Band bedacht. Der Erlös des auf 1.000 Exemplare limitierten Teils kommt dem Vater des verblichenen Mike Reale zu Gute, man darf hoffen, dass dieser den Erlös einer entsprechenden Stiftung bzw. einem guten Zweck zukommen lässt.



Ohne Bewertung
Autor: Thomas Patsch (03.05.2015)

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