Magnum - Escape From The Shadow Garden- Live 2014

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VÖ: 08.05.2015
Bandinfo: MAGNUM
Genre: Melodic Hardrock
Label: SPV / Steamhammer
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Lineup  |  Trackliste

Es ist schon wieder ein Jahr ins Land gezogen, seit MAGNUM ihr letztes Studioalbum „Escape From The Shadow Garden“ veröffentlichten. Der lässige Opener des Albums, „Live ‘Til You Die“ tönt noch immer im Ohr, da ereilt einen umgehend ein Déjà-Vu. Diesmal in der Liveversion, steht doch mit "Escape From The Shadow Garden - Live 2014" ein Livealbum ins Haus, weitere Flashbacks gibt es mit dem einprägsam-tollen "Unwritten Sacrifice" sowie "Falling For The Big Plan". Und es ist herrlich, die in Würde gereiften Herren live erleben zu dürfen und ihren knackigen, dennoch behutsamen Klängen lauschen zu dürfen. Ein feiner Hang zu Bombast und Drama, ein wohldosiert-perfekt eingesetztes Keyboard und die unverkennbare Stimme von Bob Catley sind seit Jahrzehnten charakteristisch für die Mannen von der Insel. Und genau diese Ingredienzien sind es, die vor allem die mächtig dahinschreitenden Songs (etwa "Dance Of The Black Tattoo" oder "Dark Skies") auszeichnen. Ergreifend und bezaubernd tönen Titel wie "Freedom Day", alsdann darf es - wie etwa beim tollen "All England´s Eyes" oder "Vigilante" auch mal flotter zur Sache gehen. Wo andere Combos jedoch im klebrigen Weichspülbombast versinken, kehren die Herren um Gitarrist Tony Clarkin aller Gediegenheit zum Trotze auch ihre raue, kernige Seite heraus, sodass das Liveerlebnis nie zu schmalztriefend oder belanglos wird.

Zu den neuen Songs von "Seite eins" (plus "Falling For The Big Plan") gesellen sich auf "Seite zwei" Standards und große Erfolge ("Kingdom Of Madness", "How Far Jerusalem") dazu, sodass die bei mehreren Shows der letzten Tour im Herbst 2014 mitgeschnittene Chose auch dank eines stimmigen Sounds zu einer runden Pflichtübung für alle Freunde des gepflegten Melodic-(Hard)Rock wird. Fans der Genrelegende werden ohnehin blind zugreifen, obwohl uns MAGNUM leider keinen Doppeldecker gönnen. Womit wir auch beim einzigen Kritikpunkt wären, die Auswahl der Songs ist ja ohnehin immer subjektiv. Dennoch konnte man die Klassiker bereits auf dem letzten Live-Album hören, weswegen vorliegender Dreher vor allem wegen der sieben Songs von den letzten drei, allesamt guten bis sehr guten Alben interessant ist. Als bekennender Freund von Livealben ist es dank der kongenialen Vereinigung aller Qualitäten von MAGNUM - von ergreifender Epik bin hin zum Organ von Bob Catley - ein leichtes, mich für dieses Bühnendokument zu gewinnen. Sollte wohl jedem Freund melodisch-bombastischen Hardrocks nicht anders ergehen.



Ohne Bewertung
Autor: Thomas Patsch (12.05.2015)

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