TO THE RATS AND WOLVES - Neverland

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VÖ: 01.05.2015
Bandinfo: TO THE RATS AND WOLVES
Genre: Metalcore
Label: Eigenproduktion
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Lineup  |  Trackliste

ESKIMO CALLBOY, WE BUTTER THE BREAD WITH BUTTER, HIS STATUE FALLS, ex-BIONIC GHOST KIDS und TO THE RATS AND WOLVES: Unser großer Nachbarbruder Deutschland hat etwas übrig für Trancecore und man kann durchaus sagen, dass sich die Deutschen von den englischsprachigen Kollegen à la BREATHE CAROLINA, ATTACK ATTACK! und ENTER SHIKARI schwer unterscheiden. Fast eine Art des German-Trancecores, welche wie man es sich bei dem Genre denken muss, natürlich schwer polarisiert. Wie auch bei mir, ich bin schwerer Fan von ENTER SHIKARI, kann den ESKIMO CALLBOYs aber eigentlich wenig abgewinnen. Das kommt vielleicht von der Einstellung zur Musik. Die einen sind zu teils sehr ernst mit Revolt-Texten, die anderen machen Musik mit SIDO. Nujo, jedem wie er eben so will.

TO THE RATS AND WOLVES reihen sich gut zwischen ESKIMO CALLBOY und WE BUTTER THE BREAD WITH BUTTER ein, ohne dabei wirklich etwas neu zu erfinden. Das, was man bei ihnen hört, hört man im Trancecore schon seit mehr als fünf Jahren, beziehungsweise geht's sogar mehr auf die Clubmusik vom Praterdome zurück, statt experimentelle Synthlines auszupacken. Was ich schade finde, ich mag die anderen Instrumente - auch wenn sie auch nicht SO einfallsreich sind - und finde die Stimmen (danke Musikvideo) sehr angenehm. Die Texte sind flach... irgendwas mit Jugend, Besaufen und DJ-Killen. Ich versteh's nicht so recht, aber die 18.000 Liker auf Facebook werden schon wissen, was ihnen an den Ratten und Wölfen gefällt und die werden einen Furz darauf geben, was ich von ihnen halte. Die Produktion des Albums und das Können der einzelnen Musiker ist Hammer! Aber an Kreativität fehlt es einfach, da ließe sich doch viel mehr daraus machen als ein ESKIMO CALLBOY-Verschnitt. Denn sogar das "unsere Musik ist nicht eigen genug, wir müssen auch noch vom Aussehen her auffallen" wurde übernommen. Ein bisschen geschminkt wie MARROK früher, nur mehr, weil auffallen. Aber das finde ich eigentlich ganz geil gemacht, was es mit dem "Young.Used.Wasted." zu tun hat, wissen wahrscheinlich nur die Jungs selber. Ich finde "Ghosts" ist die beste Nummer von "Neverland", weil das Trancecore ist, der sich aber ein bisschen abhebt vom German-Trancecore. Ich glaube, wenn man ein bisschen wegkommt, von dem was schon existiert und mehr mit Eigenem arbeitet, würde das etwas werden, was sogar mir vollkommen und ohne Widerrede gefällt!

Fazit: Magst du ESKIMO CALLBOY? Du wirst TO THE RATS AND WOLVES lieben. Magst du sie nicht? Dann denke ich nicht, dass du die Zeile hier noch liest, du wunderschöner Regenbogenwurm.

Hier mal ein erster Einblick zu den Jungs!



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Gabriel Aigner (25.05.2015)

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