BLASPHEMIC CRUELTY - Crucible Of The Infernum

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VÖ: 20.07.2015
Bandinfo: BLASPHEMIC CRUELTY
Genre: Death / Thrash Metal
Label: Hells Headbangers
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Lineup  |  Trackliste

„Seven churches down in hell, in the land where Satan fell…“ so zumindest eine der ganz großen Hymnen zur rituellen Haustieropferung (Tipp für fortgeschrittene Hobbysatanisten – Fische können nicht rituell ertränkt werden!). Die musikalische Untermalung zum Freizeitsatanismus für die Kids der 1980er und der Soundtrack zu den Albträumen erzkonservativer Vorstadtmütter. Was einst mit POSSESSED begann und eine ganze Generation von Moralwächtern in Angst und Schrecken versetzte, ist noch lange nicht tot, zumindest nicht wenn es um BLASPHEMIC CRUELTY geht. Den Einfluss eines bis zum heutigen Tag als Urvater des Death Metals verehrten Jeff Becerra können die 2008 gegründeten Florida Death/Thrasher unter keinen Umständen verleugnen. Wer sich bereits das Debüt „Devil´s Mayhem“ reingezogen hat, um den Nachbarshund unter dem Einfluss von Alk, Räucherstäbchen und solch lyrischen Perlen wie „Poisoned Lust“ in die ewigen Chappigründe zu befördern, den braucht man von den Qualitäten einer Krawallkombo im Format BLASPHEMIC CRUELTY sowieso nicht mehr überzeugen.

„Crucible Of The Infernum“ macht genau dort weiter, wo „Devil´s Mayhem“ aufhört. Nach der nervigen Töle geht es jetzt der Kitty an den Kragen, Kerzen aufgestellt, maximum Volume und schwing den Dolch im Takt. „Imperium Of The Lawless One“, sehr passend, denn für alle, die es noch nicht wissen - das Zubereiten von Katzengulasch zu Ehren des gefallenen Erzengels steht unter Umständen in Konflikt mit gewissen Tierschutzrichtlinien, also schnell noch das Chloroform zwecks Vermeidung unnötiger Quälerei benutzt. Für die Knochen muss man dann doch die alte rostige Eisensäge aus dem Keller holen und gesägt wird derweilen auch von Gene Palubicki mit seinen Thrash-Riffs. DESTRUCTION, SODOM, die alte Elite vereint sich zum Blutbad und zeugt mit dem Death-Metal-Stil vergangener Tage einen vor sich hin rotzenden, Blut und Galle kotzenden Bastard. „Icons Of Revolt“, SLAYER meets CANNIBAL CORPSE, zumindest was das ewigst geile Solo und die Blastbeats anbelangt. Hab ich schon erwähnt, dass hier eine Frau an den Drums sitzt? Gina Ambrosio heißt die Mieze und ballert dem Schlachtvieh das Hirn raus! Schlachten heißt es dann auch mit „Crypts Of Bloodlust“. Zerhacken und zerstückeln sind in der nicht zimperlichen Speednummer angesagt und Vocalist/Bassist Alex Blume walzt noch einmal mit der Artillerie über das sowieso schon zusammengekauerte Kanonenfutter. Als Draufgabe gibt’s dann noch mit „The Crippler“ ein SODOM-Cover vom „Tapping The Vein"-Album. Ambitioniert, dreckiger und tiefer als das Original, Angelripper-Kult kann man jedoch nur huldigen und niemals toppen!

BLASPHEMIC CRUELTY zeigen mit ihrer EP „Crucible Of The Infernum“ der Welt, dass die Gewalt- und Krawallschiene auch in Zeiten von Metalcore und veganer Ernährung nicht totzukriegen ist. Volle Lautstärke und ohne Rücksicht auf Poser und Weltverbesserungspussies zum nächsten blutigen Massaker… Like it or fuck off!



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Laichster (13.07.2015)

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