High on Fire - Luminiferous

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VÖ: 19.06.2015
Bandinfo: High on Fire
Genre: Metal
Label: Century Media Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Welch Potential in dem Oakland-based Trio steckt, haben schon das letzte Studioalbum „De Vermis Mysterijs“ und der Live-Doppelschlag „Spitting Fire Live Vol. 1 & Vol. 2“ bewiesen. Bei Album Number Sieben haben Matt Pike und seine beiden Jungs aber nicht nur das Härteste, sondern in vielen Passagen auch das am meisten zugängliche Studiowerk ihrer ganzen Karriere geschaffen.

Dieses Mal ist es zudem Kurt Ballou weitaus besser gelungen den drückend- intensiven Livesound der Truppe auf Tonkonserve zu übertragen. „Luminiferous“ knallt ohne Ende und gerade die wirklich fiesen Eruptionen, wie die abartig schnelle Thrash-Hymne „Slave The Hive“, profitieren von dieser Soundwand. Aber auch die zugänglichere Seite von HIGH ON FIRE (das an Coolness kaum zu überbietende Stoner-Statement „The Falconist“) ergötzt sich geradezu an der immensen Tiefe der Ballou’scen Produktionskunst.

Dem Ganzen setzt dann eigentlich nur mehr Band-Mastermind Matt Pike die Krone auf: Im Abgang knarzig wie Sir Lemmy Kilmister anno dazu Mals, die Riffsalven an Härte und in vielen Fällen auch an Coolness nicht zu überbieten und sein Gespür für richtig gute, aber nie in den Kommerz abdriftende Songs wurde über die Jahre auch um einiges treffsicherer. Riff um Riff suhlt sich der auf der Bühne nach wie vor stringente Shirt-Verweigerer in seinem ureigenen Cocktail aus Sludge (von Mal zu Mal weniger), Stoner, Doom und neuerdings auch Psychedelic („The Cave“), sowie den bereits angesprochenen Thrash-Elementen.

„Luminiferous“ ist organisch und brachial, aber auch zartbesaitet und gefühlvoll, HIGH ON FIRE wissen nach mittlerweile sieben Studioalben genau wie sie klingen wollen und auch in gewissem Maße müssen, aber diese eigenwillige und für viele sicher auch eigenartige Mischung macht aus dem Power-Trio nach wie vor eine der heißesten Aktien, die der verquere Metalmarkt so hergibt.

an unmatched and wholly unmistakable force in the realm of heavy metal



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Reini (15.06.2015)

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