Nuclear Assault - Pounder

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VÖ: 01.06.2015
Bandinfo: Nuclear Assault
Genre: Thrash Metal
Label: Sidipus Records
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Lineup  |  Trackliste

„Third World Genocide“ aus dem Jahr 2005 haben wohl auch schon die Herren von NUCLEAR ASSAULT selbst vergessen, viele meinten ja damals, diese Band würde jetzt sang und klanglos den Bach runter gehen… aber nachdem Dan Lilker mit BRUTAL TRUTH zurücksteckte, fand er wieder Energie und neuen Mut noch einmal mit John Connelly, Scott Harrington und Glenn Evans zu musizieren und – wichtiger – zu touren.

Zwar wird es auf Grund diverser familärer wie beruflicher Verpflichtungen der einzelnen Bandmembers nicht mehr so exzessiv zugehen wie früher, aber für gelegentliche Abstecher nach Europa und ein neues Studioalbum wollen NUCLEAR ASSAULT auf jeden Fall Zeit finden. Einen ersten Vorboten auf ein bevorstehendes neues Album ist mit der „Pounder“-EP bereits lanciert und die unterstreicht wieder alle von der Band seit jeher bekannten Tugenden, obschon derartige Knaller wie es „Game Over“, „Survive“, bzw. „Handle With Care“ noch waren, ist NUCLEAR ASSAULT mit den vier neuen Songs nicht gelungen.

Eine komplett desaströse Vorstellung wie auf „Third World Genocide“ blieb uns aber erspart, soll heißen „Pounder“ ist gut, aber bei weitem nicht legendär. Zu bekritteln hat der Autor den wirklich zahnlosen und außerdem blechern klingenden Drum-Sound von Glenn Evans, mit den vier Tracks können die Thrash-Punks aber zumindest einiges des durch „Third World Genocide“ verlorenen Terrains wieder gut machen. Der flotte Titelsong, das bissig-groovige „The Blind Follow (a.k.a. Lies)“ und das doch leicht verspielte, aber gerade mit dem von Gangshouts unterlegten Refrain punktende „Analogue Man In A Digital World“ sind quasi Wegbereiter für die dicke Überraschung namens „Died In Your Arms“: NUCLEAR ASSAULT gefallen mit einem durch und durch im Mid-Tempo gehaltenen, manchmal gar emotionalen Song, der auch John Connelly des Öfteren sein Knarz-Organ gegen eine durchaus weiche, feine Stimme austauschen lässt.

In dieser Form macht „Pounder“ durchaus Lust auf ein wohl bald folgendes neues NUCLEAR ASSAULT-Album. Bei dem sollte Glenn Evans aber etwas mehr Zeit in den Schlagzeug-Sound investieren und so richtig knallige Kurzeruptionen á la „Hang The Pope“ oder „My America“ würde sich der Rezensent auch noch wünschen, aber „Pounder“ macht zumindest Hoffnung, dass da noch was Besseres nachkommen könnte…



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Reini (23.06.2015)

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