EVO / ALGY - Damned Unto Death

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VÖ: 10.07.2015
Bandinfo: EVO / ALGY
Genre: Metal
Label: High Roller Records
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Lineup  |  Trackliste

Zwei abgehalfterte Möchtegern-Legenden können bzw. wollen es nicht wahrhaben, dass ihre Zeit schon längst abgelaufen ist, klammern sich an jegliche, nur verfügbare Strohhalme und schmeißen mit „Damned Unto Death“ eine gemeinsame EP auf den Markt, die – ohne Scheiß jetzt – keine Sau braucht.

Von wem reden wir hier überhaupt? Einerseits von Paul Evo, Mastermind der Metal/Punk-Crossover-Pioniere WARFARE, die zwischen 1982 und 1993 existierten und mit ihrem Debütalbum „Pure Filth“ einen räudigen Bastard aus VENOM und eben TANK veröffentlichten. Ja und andererseits natürlich von Alasdair „Algy“ Mackie Ward, gemeinhin bekannt als Mr. TANK (auch wenn er seit 2008 nicht mehr mitwirken darf), der – so schließt sich der Kreis – seinerseits „Pure Filth“ produzieren durfte und mit den TANK-Alben „Filth Hounds of Hades“, „Power Of The Hunter“, „This Means War“ und „Honour And Blood“ zeitlose Klassiker in den Orbit schoss.

Gut, dem Algy hab ich schon vor zwei Jahren beim „Breath Of The Pit“-Album die Rente quasi nahe gelegt, warum aber Paul Evo nach Jahren des verschollen Seins unbedingt wieder die Kessel rühren und seine Stimme strapazieren musste, so ganz will sich das mir nicht erschließen…

…auch weil die drei EVO/ALGY-Eigenkompositionen auf „Damned Unto Death“ eigentlich ein Witz sind, Inspirations- und Ideenlos, dumpfes Gepolter mit grottenschlechter Produktion, ein völlig unnötiges Intro zu „Anger, Violence, Hatred“ und keine einzige Sekunde wo man auch nur im Entferntesten so etwas wie ein Metal-Punk-Feeling aufkommen könnte. Auch die Coverversionen sind mehr Vergewaltigung denn Wohltat, „R.A.M.O.N.E.S.“ bekam ein sinnentleertes Intro spendiert, „Tune to the Music“ ist zwar kein Highlight in der QUO-History, aber im Original der EVO/ALGY-Version um Lichtjahre voraus. Ja und dass der Algy Ward mal bei THE SAINTS in Lohn und Brot stand (bei THE DAMNED übrigens auch) ist hinlänglich bekannt und „Know Your Product“ zudem noch die einzig wirklich halbwegs hörbare Darbietung auf „Damned Unto Death“

Der Vorteil dieser tonalen Zumutung? Sie ist nach nicht mal 23 Minuten schon wieder vorbei, wobei… das sind im Endeffekt aber lange, verdammt lange 23 Minuten…erschwerend kommt hinzu, dass beide mit derartigen grottenschlechten Releases ihren Ruf als musikalische Pioniere, die Metal und Punk Anfang der 80er ein Stück näher brachten, vollends verspielen werden.

Und wenn es nach dieser Gehörgangs-Vergewaltigung tatsächlich noch Fans gibt, die die Gerüchte nähren EVO/ALGY könnte mehr werden als ein einmaliges Projekt, bleibt dem Rezensenten nicht vielmehr übrig als ein „Herr lass Hirn regnen“ entgegenzuhalten!

preposterous



Bewertung: 2.0 / 5.0
Autor: Reini (04.07.2015)

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