BONE GNAWER - Cannibal Crematorium

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VÖ: 10.07.2015
Bandinfo: BONE GNAWER
Genre: Death Metal
Label: Pulverised Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

BONE GNAWER funktioniert auch ohne Rogga Johansson! Dafür sorgt einerseits die Instrumental-Fraktion (ex-NAGLFAR-Drummer Morgan Lie und Gitarrist/Bassist/Produzent Ronnie Björnström), aber natürlich hauptsächlich Death-Metal-Tausendsassa und Grunter-extraordinäre Kam Lee persönlich. Für „Cannibal Crematorium“, dem ersten BONE GNAWER-Full-Length seit dem „Feast Of Flesh“-Debüt im Jahre 2009, holte sich Lee auch noch tonnenweise Gäste mit auf die Platte und sorgte so für einen echt coolen Death Metal-Hassbatzen.

Da muss man aber das von Lee gewohnte, aber dennoch völlig unnötige Intro „The Anthropophagist Inferno“, sowie das nicht minder deplatzierte Zwischenspiel „Il Sesso Bizzarro Di Cannibali“ abziehen, bleiben aber immer noch neun Death Metal-Harken um nahezu jeden auszujäten. Besonders die Melo-Statements, wie das schon grenzgeniale „Chainsaw Carnage“ (mit Kettensägen-Massaker-Geräuschen aufgepeppt) bzw. das von Dave Ingram (ex-BENEDICTION) mitveredelte „Carnivore Beneath“, dürfen als absolute Highlights herhalten. Der Rest dieser Schlachtplatte muss sich aber auch nicht verstecken. Ebenso die Lee-üblichen Horror-Gore-Blood-Slaughter-Fests behandelnden Lyrics die hier wie der Eiterbatzen auf das blutig-verschwollene Auge passen.

Wer auf so richtig einfachen, zu höchst traditionellen Death Metal in the veins of AUTOPSY, BLOODBATH oder early CANNIBAL CORPSE abkann, einen der begnadetsten Grunzer unserer Zeit über die Jahre lieb gewonnen hat und sich auch mit dem lyrischen Konzept gerne und amüsiert auseinandersetzen möchte, der macht mit „Cannibal Crematorium“ überhaupt nichts falsch – im Gegenteil, für jene Klientel dürfte der zweite BONE GNAWER-Rundling gar den heilige Gral des Todesmetalls darstellen.

Horror N' Gore connoisseurs



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Reini (03.07.2015)

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