Mucc - T.R.E.N.D.Y.-Paradise from 1997-

Artikel-Bild
VÖ: 03.07.2015
Bandinfo: MUCC
Genre: J-Rock
Label: Gan-Shin Records
Hören & Kaufen: Amazon | Ebay
Lineup  |  Trackliste

Mangelnde Produktivität kann man den japanischen J-Rockern von MUCC keinesfalls unterstellen. Mangelnde Qualität trotz großer Quantität aber ebenso nicht. Denn nachdem die vielfältigen Stilistiker bereits 2013 mit dem starken “Shangri-la“ und ein Jahr darauf mit "The End Of The World“ ein fast noch stärkeres, weil dunkleres und unnahbareres Album eingespielt haben, liegt nun also „T.R.E.N.D.Y.-Paradise From 1997-" vor. Ein sogenanntes Mini-Album, hierzulande als EP bekannt, das auf eine Gesamtspielzeit von über 40 Minuten kommt, wird einem nicht alle Tage geboten. Als Vorbote für das nächste Album ist dieses Scheibchen also gedacht und wenn das nur ein Vorgeschmack auf das Kommende ist, dann dürfen sich eingefleischte J-Rocker schon jetzt diebisch freuen, denn „T.R.E.N.D.Y.“ ist ein regelrechtes MUCC-Feuerwerk geworden.

Diese EP zeigt die Band von ihrer gesamten Bandbreite. Hart-melancholische Nu Metal-Nummern, die - nicht nur titeltechnisch - ein wenig an die frühen KORN erinnern (wenn es schon einen Vergleich braucht) treffen hier auf mit beinharten Techno-Beats eingeleitete Gothic-Spannungsbögen, die progressive Ausmaße annehmen ("Suiren") und zwischen poppigen Elementen und Metal-Stilistik hin und her switchen. Wie immer ist es einfach nicht möglich, die Musik dieser Mannen in einen wirklich erklärbaren Rahmen zu pressen, zu vielfältig, ja zu arhythmisch sind diese einzelnen Meisterwerke einfach ausgefallen. Allein in einem einzigen Song arbeiten MUCC mit verzerrten Synthies, heruntergedrehten RAMMSTEINesken Gitarren und Hardcore-Riffs, um ein paar Sekunden darauf mit PRODIGY-Beats und unglaublich eingängigen Refrains zu punkten, die natürlich vor allem von der näselnden, unglaublich melancholischen Stimme von Fronter Tatsurou getragen werden.

Wie man sieht: Ich mag „T.R.E.N.D.Y.“, ich mag diese ganze EP. Wer mit MUCC bis dato noch gar nicht in Berührung gekommen ist, sollte unbedingt vorher einmal reinhören und genau dafür bietet sich diese Veröffentlichung stark an. Wem "Shangri-la" und "The End Of The World" schon gefallen hat, der kann mit dieser Platte rein gar nichts falsch machen. Zumal die Jungs einige dieser neuen Songs schon auf ihrer vor kurzem stattgefundenen Europa-Tour gespielt haben. Frenetisch jubelndes Publikum inklusive. Was will man mehr?



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: mat (05.07.2015)

WERBUNG: Hard
ANZEIGE
WERBUNG: Benediction - Scriptures
ANZEIGE