Tim Bowness - Stupid Things That Mean The World

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VÖ: 20.07.2015
Bandinfo: TIM BOWNESS
Genre: Ambient
Label: Inside Out Music
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Lineup  |  Trackliste

TIM BOWNESS erzählt Geschichten. Nein, falsch! TIM BOWNESS haucht Geschichten.
In seinem neuen Album ‚Stupid Things That Mean The World’, das nur 13 Monate nach dem wohlwollend empfangenen ‚Abandoned Dancehall Dreams‘ folgt, präsentiert uns der Mann mit der milden Stimme eine Mischung aus Singer/Songwriter- und Art-Rock-Material, verteilt über elf selbst produzierte, recht unterschiedliche Tracks.

Unterstützt wurde er dabei von PINEAPPLE THIEFs Bruce Soord, der das Album abgemischt hat und teilweise Gitarren beisteuerte. Weitere Beiträge kamen von der NO-MAN Live-Band (Stephen Bennett, Michael Bearpark, Andrew Booker), Colin Edwin von PORCUPINE TREE und zahlreichen anderen Gastmusikern. Die Streicher wurden, wie auch schon auf ‚Abandoned Dancehall Dreams’ vom Klassik-Komponisten Andrew Keeling arrangiert. Alles in allem eigentlich ein Rezept für ein erstklassiges Album. ‚The Great Electric Teenage Dream‘ ist auch ein hypnotischer und spannungsgeladener Einstieg. Dominante Drums werden begleitet von Piano und kratzigen, schrammeligen, an Volumen zunehmenden E-Gitarren. Cooler Start!

‚Sing To Me‘, die erste Single-Auskopplung des Albums, ist dann die Einladung zum Zurücklehnen. Stimme, Piano, Violine und Bläser – ganz klassisch – gehen auch hier in einem schönen Solo auf. Der Titelsong ‚Stupid Things That Mean The World‘ ist fluffig wie Zuckerwatte... und das ist der Knackpunkt: Das Album ist ohne Zweifel sehr gut arrangiert und enthält in seiner eigenwilligen Art schön kombinierte Elemente aus der Klassik (‚At The End Of The Holiday‘), aus der Country Music (‚Know That You Were Loved) aus Pop und Rock aber es berührt nicht. Wie anfangs schon erwähnt, TIM BOWNESS haucht! Seine Stimme ist durchaus angenehm, bringt aber keine Emotionen rüber – außer einer gewissen gleichbleibenden Melancholie.

Gut, man darf keine lauten, rockigen Töne erwarten. Das Ganze firmiert ja unter den Genres Art Rock/ Dream Pop/Ambient. Trotzdem hätte ich mir teilweise ein bisschen Tempo gewünscht, um mehr Spannung in diese elf Tracks reinzubringen.

Fazit: Wahrscheinlich ein Must-Have für Fans und schöne Hintergrundmusik. Aber es fehlt das gewisse je-ne-sais-quoi.



Bewertung: 2.5 / 5.0
Autor: Betti Stewart (20.07.2015)

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