Myrkur - M

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VÖ: 21.08.2015
Bandinfo: MYRKUR
Genre: Black Metal
Label: Relapse Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Bei der zuhöchst empfehlenswerten Debüt-EP dieses One-Woman-Black-Metal-Projektes wunderte man sich noch über diese namenlose Elfe aus Dänemark, spätestens nach dem umjubelten Auftritt am diesjährigen Roskilde Festival in der Heimat der jungen Dame weiß man, dass hinter MYRKUR die dänische Songwriterin, Sängerin und Model Amalie Bruun steckt. Die behauptet gern und oft, dass sie tief in ihr drinnen ein waschechtes Black Metal-Girl sei („A self-confessed "black metal girl at heart“) und mit ihrem ersten Longplayer, der schon wie zuvor die „Myrkur“-EP von Relapse Records unterstützt wurde, schickt sich das dänische Fräuleinwunder gar an die Black Metal Szenerie in ihren Grundfesten zu erschüttern.

Nicht nur ihre Identität gab Madame Bruun für das schlicht „M“ betitelte Werk preis, nein auch ihre Mitmusiker wurden der Öffentlichkeit präsentiert: Nebst ihrer Stimme übernahm Amalie auch noch fast alle Gitarrenspuren und auch die Pianoparts, den Bass und weitere Gitarren übergab sie an Teloch (MAYHEM, NIDINGR), der auch gleich seinen NIDINGR-Spezi Øyvind Myrvoll hinter die Drums wuchtete und nebst Gastbeiträgen von Tuba, akustischer Gitarre (ULVERs Håvard Jørgensen) und einer Horn-Sektion übernahm auch Christopher Amott auf dem Track „Mordet“ einige Gitarrenspuren. Produziert hat die immens stimmungsvolle Geschichte übrigens ULVER-Mastermind Kristoffer Rygg aka Garm, der der blonden Elfe diese zwingend notwendige Düsternis mit auf den Weg gab.

Die passt dann auch hervorragend zur nach wie vor liebreizenden Stimme von Amalie Bruun, die gerade in den leisen Passagen bzw. im Neo-Folk angehauchten Opener „Skøgen skulle dø“ zum Tragen kommt. Aber die schöne Blonde aus Dänemark kann auch ganz, ganz bösartig ihre Krallen Zentimeter tief unter die Haut bohren: Schon „Hævnen“ ist einer dieser wirklich abartigen Hassbatzen geworden, ein Monstrum an einem Black Metal Donnerwetter, das trotz aller kultig-nordischen, bis in die 90er zurückreichenden Einflüsse auch die Elfe in Fräulein Bruun zu Tage treten lässt. MYRKUR schafft es aber auch die Gänsehautmomente spannend zu inszenieren; Bruun herself am Piano ist Melancholie pur und macht „Nordlys“ oder „. Byssan lullt“ z. B. zu wirklich außergewöhnlichen Tracks, die das von Chris Ammott mit intonierte Metal-Brett „Mordet“ kongenial einhüllen.

MYRKUR is pushing Black Metal to a whole new echelon



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Reini (14.08.2015)

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