Kadavar - Berlin

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VÖ: 21.08.2015
Bandinfo: KADAVAR
Genre: Psychedelic Rock
Label: Nuclear Blast Records
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Lineup  |  Trackliste

Der Kometenhafte Aufstieg der (Wahl)Berliner-Bande wird auch in leicht verändertet Besetzung fortgeführt werden. Simon „Dragon“ Bouteloup heißt der neue Mann am Bass, für die Band kein Unbekannter, war der französisch-stämmige Viersaiter doch bei AQUA NEBULA OSCILLATOR aktiv und die hatten schließlich mal ne Split mit KADAVAR veröffentlicht. Hilft natürlich einen „guten Bekannten“ in die Band zu integrieren, auch weil Dragon nach seinem Umzug nach Berlin so etwas wie ein Dauergast im Tourbus von Lupus und Tiger war.

Dieses neue Familienzugehörigkeitsgefühl spürt man auch auf „Berlin“, einer Hommage an die neue Heimat der Drei, die wiederum live im Studio aufgenommen wurde und ob ihrer Spritzigkeit, aber auch hinzugewonnener Homogenität überzeugt. Schon der Opener „Lord Of The Sky“ ist so ein Süchtig-Macher, wie ihn wohl nur ein Christoph “Lupus” Lindemann aus dem Ärmel schütteln kann. Dies trifft auch auf den zeitweise herrlich monotonen Videotrack „Last Living Dinosaur“ oder die flotteren Beiträge wie „Fifthy Illusion“ und „See The World With Your Own Eyes“, bei denen man vor seinem geistigen Auge den staubigen Fahrtwind geradezu spüren kann.

Locker, flockige, dem Stoner gar nicht so fremde Good-Time rocker wie „Stolen Dreams“ oder den Abschluss der regulären CD „Into The Night“ sorgen für gute Laune und ebnen den Weg für die eher verspielten Tracks wie „The Old Man“ oder das gar leicht verzwickte „Circles In My Mind“.

Und wem das noch nicht genug Highlights waren: Als Bonus-Track versteckt sich das episch-mystischen 'Reich der Träume' von NICO, die – und da schließt sich dann der Berliner-Kreis - in der Hauptstadt begraben liegt. Dies ist nicht nur das erste in Deutsch gesungene Stück von KADAVAR, sondern ein wahrlich aufregender und auch aufwühlender Abschluss einer CD, die erneut für Aufsehen sorgen wird.

Alles Weitere zu im Prinzip allem, was man über KADAVAR wissen kann oder möchte, könnt ihr übrigens im ausführlichsten Stormbringer-Interview ever HIER nachlesen. Die "Torpedo-Twins" Baumgartner und Fröwein haben sich Lupus, Tiger und Dragon nämlich unlängst im Backstage-Bereich des Gasometer gekrallt, und sie mehr als eine Stunde lang nicht mehr aus ihren Fängen gelassen.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Reini (14.08.2015)

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