LYNCH MOB - Rebel

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VÖ: 21.08.2015
Bandinfo: LYNCH MOB
Genre: Hard Rock
Label: Frontiers Records
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Lineup  |  Trackliste

Als LYNCH MOB-Fan hatte man es früher nicht leicht. Alle heiligen Zeiten packte es den ehemaligen DOKKEN-Saitenhexer und ein neues Album kam auf den Markt. Auf „Rebel“ hatten Stromgitarren-Aficionados vergleichsweise kurz zu warten, „Sun Red Sun“ erschien erst 2014 und erst vor kurzem durfte man zudem die Kollaboration mit STRYPER´s Michael Sweet genießen, die in der Veröffentlichung von „Only The Strong“ mündete. Geradezu geschwind biegt nun die Neue seiner Hauptband um die Ecke. Der Meister meldet sich mit einem guten Album zurück, das es in sich hat. Für mich ist das Album eine der positiven Überraschungen des heurigen Veröffentlichungsjahrs, zumal ich Mr. Lynch wahrlich nicht auf meinem Radar hatte. „Automatic Fix“ gibt gleich eingangs die Richtung vor. Die elf Songs warten mit geilem, packenden Neuzeit-Hardrock/Metal auf, der nicht nur Hobby-Gitarrenhexern, sondern auch Freunden von ADRENALINE MOB, CHICKENFOOT und Konsorten gefallen dürfte. Dem Ohr schmeichelt vor allem die in den Songs kreierte tolle wie irgendwie vertraute Komfort-Grundstimmung, die sich über die gesamte Spielzeit zieht.

Wesentlichen Anteil trägt LYNCH MOB-Sänger Oni Logan, der neben der sonstigen tollen Gesangsleistung phasenweise Erinnerungen an ARMORED SAINT´s John Bush weckt und auch ähnliche Emotionen in der Musik transportiert und hervorruft (man höre etwa den Opener oder „Testify“). Bush-Fans wissen, was ich meine, alle anderen dürfen einem toll geschriebenen Longplayer lauschen, der auf packendes Songmaterial und modernen wie gleichzeitig erdigen und druckvollen Hardrock setzt und zu keiner Sekunde mit Sologequietsche oder Ähnlichem nervt bzw. langweiligt. Lynch fügt der 1990 mit „Wicked Sensation“ gestarteten Odyssey eine weitere, sehr gelungene Station, voller melodischer Hardrock-Kracher („War“) sowie bluesig-erdigen („Dirty Money“, „Pine Tree Avenue“), drückend-wuchtigen („Between The Truth And A Lie“, „Sanctuary“) und gefühlvollen („The Ledge“, „Kingdom Of Slaves“) Titeln.

Als Gesamtpaket ist „Rebel“ ein überzeugendes und gutes Album, wenngleich nicht zuletzt ob des Fehlens der herausstechenden Einzeltitel der durchschlagende Erfolg wohl wieder einmal ausbleiben wird, obwohl die Songs punkten und neben der starbesetzten Rhythmussektion (ex-DOKKEN, DIO und aktuell FOREIGNER-Basser Jeff Pilson und Drum-Tausendsassa und Wunderwuzzi Brian Tichy) vor allem Oni Logan wieder schwer überzeugt. Alle Sixstringer und Freunde zeitgemäßen, bluesbasierenden, hochmelodischen wie packenden Hardrocks/Metals wissen aber ohnehin, dass George Lynch und seine Mannschaft auch 2015 hohe Qualität garantieren!





Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Thomas Patsch (16.08.2015)

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