MASTERS OF METAL - From Worlds Beyond

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VÖ: 21.08.2015
Bandinfo: MASTERS OF METAL
Genre: Power Metal
Label: Metalville
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Lineup  |  Trackliste

Vor kurzem erschien die Re-Issue von ABATTOIR´s "Vicious Attack"-Longplayer, auf dem ja mutmaßlich auch Juan Garcia an der Gitarre zu hören sein soll. Garcia ist dem Connaisseur ja auch als EVILDEAD- und AGENT STEEL-Mitbegründer ein Begriff. Und genau aus den Grundfesten dieser Ausnahmeband sind die MASTERS OF METAL (der Name entstammt dem AGENT STEEL-Signature-Song) entwachsen. Vorliegendem Werk vorausgegangen war die "Masters Of Metal"-EP (2013), auf der bereits "M.K. Ultra" und "Evolution Of Being" zu hören waren. "Tomb Of Ra" wiederum erschien bereits 2011 als Single und war unter anderem auch beim Keep It True-Gig im April 2011 zu hören (aufgrund von Differenzen mit AGENT STEEL-Sänger John Cyriis unter dem inzwischen verbliebenen Bandtitel MASTERS OF METAL und mit STEEL PROPHET´s Rick Mythiasin am Mikro absolviert), bevor sich die Besetzung endlich dazu durchringen konnte, alle Kräfte auf diesem Langholz zu bündeln.

Und kein Wunder, dass vor allem die Gitarrenarbeit den Hauptreiz auf dem Album ausmacht. Gekonnt ist eben gekonnt und die langjährige Erfahrung der Herren an der Sechssaitigen ist allzeit spürbar. Doch lebt der erste MOM-Longplayer nicht nur von der erstklassigen Gitarrenarbeit und den fetzigen Thrash-Riffs allein. Auch beim Songwriting spielen die Haudegen ihre Klasse aus, hier sitzt alles. Knackige und packende Songs knallen einem ins Ohr, die Akteure wissen, dass ein Aneinanderhängen von Riffs noch keinen guten Song macht. Zu guter Letzt macht auch Bernie Versailles, der kürzlich aufgrund eines Arterienerweiterung längere Zeit außer Gefecht war, einen exzellenten Job. Klarerweise ist er kein John Cyriis wie auch kein Rick Mythiasin, dennoch reüssiert der kleine Mann auch in höheren Tonlagen. Die Kalifornier hauen gleich eingangs ihren stärksten und einprägsamsten Song "Supremacy" raus, doch auch der Rest des Albums folgt auf dem Fuße. Auch "World Left in Cinders" besticht mit tollem Riffing und einem memorablen Refrain. Und so beeindrucken sowohl peitschende Thrasher (das geile "Evolution Of Being") als auch mörderische Groover ("Third Eye", "Into The Vortex"). "Tomb Of Ra" verbreitet auch auf Tonträger seine nach vorne treibende Magie, der eine oder andere packende Refrain mehr und die MOM könnten an die ganz Großen des Genres (etwa FORBIDDEN) anschließen.

"Eclipse" oder "Doors Beyond Our Galaxy" tönen etwas technisch angehaucht daher und sorgen für Abwechslung, "The Mindless" wartet hingegen wieder mit einem mächtigen Gitarren-Brett auf und läßt an die seligen MORDRED denken. Das bereits bekannte "M.K. Ultra" ist nicht nur wegen seines beschwörenden Gesangsteils ein Hinhorcher. Wie des öfteren auf dem Album ist hier der Produktionsunterschied zwischen den einzelnen Songs merkbar, was in Summe ein etwas uneinheitliches und im Übergang zumindest auffallendes Soundbild abgibt. Auf dem Rausschmeißer "Vengeance & Might" gibt sich schließlich noch HELSTAR´s James Rivera (der beim oben genannten KIT-Auftritt einen Auftritt als Gastsänger absolvierte) die Ehre und sorgt für einen gelungenen Ausstand. "From Worlds Beyond" ist eine gelungene Überraschung, mit der ich so nicht gerechnet hatte. Die erfahrenen Recken spielen hier in Sachen Songwriting, Gitarrenarbeit und auch Gesang ihre Klasse aus und zimmern ein sehr lässiges Album, dessen Hörgenuß allerdings durch das inhomogene Soundbild ein wenig geschmälert wird.





Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Thomas Patsch (18.08.2015)

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