TAD MOROSE - St. Demonius

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VÖ: 28.08.2015
Bandinfo: TAD MOROSE
Genre: Power Metal
Label: Despotz Records
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Lineup  |  Trackliste

Wie aus dem Nichts tauchten TAD MOROSE 2013 wieder aus der Versenkung auf. "Revenant" war ein richtiger Paukenschlag, welcher die in nicht selbst gewählter Lethargie verharrenden Fans wieder aus dem Dornröschenschlaf erweckte. Nun treten die Schweden mit "St. Demonius" an, am Vorgänger anzuknüpfen und das wieder aufgenommene Werk würdig fortzuführen. Vorerst sticht das Albumcover ins Auge, das einen deutlichen Aufwärtstrend zum grottigen Vorgängercover aufweist. Ansonsten setzt der Fünfer aber wieder auf seine Stärken. Moderner, harter Power Metal regiert und trumpft mit deftig sägenden Gitarrenriffs auf, über die sich die tolle Stimme von Ronny Hemlin erhebt.

Die Songs auf dem zweiten Album nach der glorreichen Wiederauferstehung nach Jahren der Abstinenz vereinen alles, was zeitgemäßen und packenden Power Metal so faszinierend macht. Zur gebotenen wie erwarteten Härte und Druck gesellen sich ergreifende Melodien, die nicht nur der Gitarrenarbeit geschuldet sind, sondern auf den herausragenden Vocals fußen. TAD MOROSE wissen auch auf dem achten Studiodreher um ihr Marschtempo, das sie unbeirrt weitergehen, sodass getragene Stampfer wie das rollende "Forlorn" ihre dunkle, unausweichliche Magie entfalten. Allerdings wissen die Jungs aus Bollnäs auch, was "flotter" bedeutet, sodass das ergreifende "Remain" oder "Where Ignorance Reigns" das Beste aus beiden Welten vereint. Auf "Shadows Will Play" gibt das Quintett schließlich noch richtig Gas, während "The World Is Growing Old" bedrohlich langsam daherkriecht.

Neben den geilen Rhythmuswechsel auf dem tollen "Black Fire" besticht das Quintett mit dem äußerst gelungenen Einstieg "Bow To The Reapers Blade". Zudem haben TAD MOROSE ihren neuen Songs eine angenehme, nicht zu ausufernde Länge gegönnt, die sich um die ideale Vier-Minuten-Grenze herum bewegen. "St. Demonius" ist ein würdiger und äußerst gelungener Nachfolger zu "Revenant", der wiederum alle Stärken der Schweden gnadenlos ausspielt, wenngleich der Überraschungseffekt des Comeback-Albums ein klein wenig verblasst ist und man sich ein wenig in die "schon-mal-gehört"-Schleife begibt, wenngleich dies Jammern auf sehr hohem Niveau ist. Dies ändert jedoch nichts daran, dass auch "St. Demonius" ein wuchtiges und druckvolles wie ergreifend-melodisches und gutes Euro-Power-Metal-Album ist, das andere Bands erst einmal zuwege bringen müssen!





Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Thomas Patsch (24.08.2015)

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