Hate Eternal - Infernus

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VÖ: 21.08.2015
Bandinfo: HATE ETERNAL
Genre: Death Metal
Label: Season of Mist
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Lineup  |  Trackliste

HATE ETERNAL sind wohl eine der härtesten Bands dieses Universums. Kein Wunder, wenn man bedenkt welchen Werdegang Erik Rutan hinter sich hat. Denn egal in welcher Tätigkeit Herr Rutan im Musikbusiness aktiv ist: Seine Liebe zu extremer Musik scheint ihn jederzeit zu begleiten. Und diese Liebe zur vertonten Härte ist nie eine stumpfe, rohe Angelegenheit, sondern eine technisch versierte und bisweilen komplexe Chose, die diverse Stilmitteln der musikalisch harten Zunft in sich vereint.

Die Herangehensweise an die Thematik hat sich auf „Infernus“ auch nicht geändert. Die Produktionsweise allerdings schon. Bei manchem Frühwerk fühlte man sich vom Sound noch überrollt, während „Infernus“ den Weg vom recht klar produzierten Vorgängerwerk konstant weiter geht und eher präzise wie ein Uhrwerk sägt, bzw. in den groovigeren Passagen alles plattwalzt, was diesem Panzer im Weg steht.

Deutlich wird auch die Hinwendung zu Teilen, die dem geübten Hörer nach einigen Hördurchläufen im Gedächtnis bleiben. So zum Beispiel nachzuhören auf “The Stygian Deep“, einem zweifellos extrem harten Song, der aber auf zwei Ebenen (namens Geprügel und Midtempo) funktioniert, den Hörer damit aber nicht zwangsläufig überfordert. Auch bei anderen Songs wie „Le Tempestad“ braucht man eventuell etwas Hörerfahrung und sowieso einiges an Geduld, um den roten Faden als solchen zu erkennen. HATE ETERNAL geben dem Hörer auf jeden Fall diese Möglichkeit, was bei der Härte der musikalischen Darbietung nicht selbstverständlich ist. Aber es muss auch nicht immer das Gaspedal durchgetreten werden, wie der Titeltrack beweist. Die dort kredenzte Abwechslung und die kompositorische Klasse führen dazu, dass dieser Song zu den großen Highlights des Albums zählt. In diesen Momenten sind HATE ETERNAL ohnehin besonders gut, wie man auch beim Rausschmeisser “Oh Majestic, Hear My Call“ nachhören darf, der einen vielseitigen, würdigen Abschluss von "Infernus" darstellt.

„Infernus“ ist demnach mehr als nur ein weiteres Werk dieser Band. „Infernus“ ist die nächste Stufe der Entwicklung im Rutanschen Plan, die Weltherrschaft über die extreme Musik zu erlangen. Zumindest wirkt es für den Hörer so, denn dies ist ein Statement für die Größen dieses Genres. Für ungeübte Hörer mag dieses Album beinahe unhörbar sein, für Death Metal-Freunde mit etwas Geduld wird sich „Infernus“ aber zu einem „extremen“ Liebling entwickeln.

 



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: El Greco (13.09.2015)

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