Mosfet - Screwing The Devil

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VÖ: 18.09.2015
Bandinfo: Mosfet
Genre: Death / Thrash Metal
Label: office4music.com
Lineup  |  Trackliste

Hat jemand Lust auf einen Trip in die Hölle? Alles einsteigen und los geht’s mit „Road Song“, einem am Beginn SODOM-affinen Song, der gleich einmal so richtig Fahrt aufnimmt. Man hört speziell beim Gesang Einflüsse des grimmigen, frostigen Nordens mitsamt seinen dämonischen Schreien heraus. Mit „Screwing The Devil“ bauen MOSFET ihren Stil des Death/Thrash-Metal weiter aus und gehen einen deutlichen Schritt nach vorne. Während auf der einen Seite weitaus thrashigere, speedige Stücke Einzug in das Repertoire der Band halten, sind auf der anderen Seite nun auch deutlich mehr langsamere, richtig fett groovende, brachiale Parts vorhanden. Natürlich reagiert hier trotzdem das volle Brett mit dem kauzigen Gesang von Philipp Essl, der wie ein Bastard aus Tom Angelripper von SODOM und Maurice Swinkels von LEGION OF THE DAMNED klingt. Allerdings haben schon diverse Death-Metal-Bands bewiesen, dass niedrige Geschwindigkeit nicht unbedingt mit Qualitätsverlust, sondern wie im Falle MOSFET vielmehr mit Gewinn gleichzusetzen ist. 

Kein Zweifel, die Österreicher wollen es wissen und haben wirklich verdammt zugelegt was Produktion und vor allem das Songwriting angeht. „BBQ“, „Deep Dark Hole“ oder „Hangover Blues“ als Beispiele dokumentieren, dass die Band sich in der Lage zeigt, interessante Thrash-Metal-orientierte Songs zu schreiben, die einerseits stark vom Death Metal beeinflusst sind, andererseits auch melodische Elemente offenbaren. Eine simple Fusion aus allen Variationen des Thrash/Death-Metal, natürlich mit den nötigen Ideen und Einfallsreichtum gepaart und du hast etwas, das einerseits Authentizität und Ehrlichkeit besitzt und andererseits Hölle Spaß macht, sowie deine Frustration und Aggressionsabbau in die korrekte Richtung lenkt. MOSFET, deren Mucke wie eine Mischung aus SLAYER, SODOM, LEGION OF THE DAMNED oder CHROME DIVISION klingt, schlagen einem auf „Screwing With The Devil“ so richtig die Fresse ein und sind nach mehrmaligem Hören ein Garant für angeknackste Halswirbeln. Diejenigen, die mit Österreich bisher nur Mozartkugeln oder Wiener Schnitzel in Verbindung bringen konnten, sich aber für harte Musik interessieren, sollten sich den Namen MOSFET auf jeden Fall merken. Dieses Hammerteil ist nahezu prädestiniert, das Kaffeekränzchen der Nachbarin zu sprengen und in eine Höllenparty zu verwandeln. Kompromisslos, ultrabrutal und einfach nur genial. Warum also im Ausland nach der nächsten Extreme-Metal-Sensation suchen, wenn man quasi vor der Haustüre eine des stärksten Bands in diesem Genre hat?!



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: manfred (11.09.2015)

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