ONE MACHINE - The Final Cull

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VÖ: 18.09.2015
Bandinfo: ONE MACHINE
Genre: Progressive Power Metal
Label: Scarlet Records
Lineup  |  Trackliste

Ex-NEVERMORE-Klampfer Steve Smyth hat ja seit einiger Zeit mit ONE MACHINE eine eigene Band am Start. Deren Debütalbum „The Distortion Of Lies And The Overdriven Truth“ krankte damals stark an den – gelinde gesagt – gewöhnungsbedürftigen Vocals.

Der gute Mann dürfte fleißig Stormbringer lesen, er hat dann nämlich mit Chris Hawkins von den US-Proggern ENDEAVOUR alsbald einen neuen Mann ans Mikro geholt. Und der macht seine Sache ganz ordentlich – damit rücken ONE MACHINE vom Kastraten-Power-Metal weg zu einem eher modernen Gesangsstil mit viel Cojones dahinter. Am besten zu hören etwa bei „Forewarning“ oder „Screaming For Light“, die mit einer härteren, fast schon deathigen Gangart punkten.

Und auch die eingängigen Refrains hat der Junge drauf, die ihm Meister Smyth auf die Stimme schneidert – siehe den Titeltrack, der als gelungenes Beispiel für modernen US-Power-Metal daherkommt, oder auch „The Grand Design“ und „Born From This Hate“. Es sind so wie beim Vorgängeralbum auch ab und zu ein paar Durchhänger zu vermelden („New Motive Power“ oder das teils zu hektische „Screaming For Light“), dafür punkten die Jungs bei „Forewarning“, „The Final Cull“, „Born From This Hate“ und „The Grand Design“ voll.

Besonders „The Grand Design“ ist ein Kracher geworden: Abwechslungsreich, heavy, düster-doomig und progressiv zugleich. Insgesamt ist also eine deutliche Steigerung merkbar, angefangen vom jetzt passenden Gesang über die meist zwingenderen Songs bis hin zu den gelungeneren Refrains. Die absolute Spitze erreichen ONE MACHINE noch nicht, aber so meilenweit entfernt davon sind sie auch nicht mehr.



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Luka (12.09.2015)

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