Steelpreacher - Devilution

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VÖ: 00.09.2015
Bandinfo: Steelpreacher
Genre: Heavy Metal
Label: Eigenproduktion
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Lineup  |  Trackliste

Es gibt Tage, an denen freut man sich wie ein kleines Kind auf ein Release und wird dann bitter enttäuscht – und wir reden jetzt nicht von STEELPREACHER und „Devilution“, die sind heute nur zweite Wahl. Nein, eigentlich wollte man sich der eisernen Jungfraus „The Book Of Souls“ (zum Review) den ganzen Tag ins Gehirn hämmern, aber nach 90 Minuten Langeweile wendet man sich dann doch den Hauptdarstellern unseres heutigen Reviews zu und siehe da, STEELPREACHER retten die Ehre des Heavy-Metal. „We want Metal, we want Beer!“, das hat meine Wenigkeit auch schon im bierseligen Zustand gegrölt, bevor eine höhere Macht einen fürs sittenwidrige Verhalten mit Allergien strafte und so zum gezwungenen Abstinenzler machte. Für die Jungs von STEELPREACHER wäre das wahrscheinlich so etwas wie die Initialzündung zum Gruppensuizid, ist doch das titulierte Bandmotto immer noch „Wir sind nur zum Saufen hier“ und man ist sowieso „Hell Bent For Beer“ – besoffene Kuttenromantik für den harten Kern der Flaschanpfandritter. „Devilution“ steht da um nichts nach und ich bilde mir jetzt einfach mal ein, mein Leitungswasser wär der pure Wodka… wahlweise mit Orangensaft, soll laut neuesten Erkenntnissen aus dem Hause Kilmister ja der Gesundheit zuträglich sein.

MOTÖRHEAD hört man bei STEELPREACHER auch des Öfteren mal durchscheinen, gleich wie die Interpreten der anfangs erwähnten Einschlafscheibe und dreckig in Richtung guter alter SODOM-Scheiben geht es dann auch zu – der Angelripper ist halt doch der Vater aller deutschen Schluckspechte. „We Don´t Get Drunk (We Just Get Awesome)“ kommt da stilecht im 1980er Gewand daher, Experimente gibt es nicht sonderlich viele, aber jetzt ganz ehrlich und nüchtern betrachtet: Gute alte Hartwust-Hausmannskost lieben wir doch alle immer noch. In Zeiten von 18 Minuten langen progressiven Wolkenzügen über imperialistischen Großtaten (Ja, ich weiß, jetzt wird das Maiden-Bashing langweilig) freut man sich einfach über knackige Songs, die klar stellen, dass man einfach nur headbangen will, weil wir im Grunde schon „Too Old For Dying Young“ sind. Ok, meine Wenigkeit vielleicht doch noch nicht, aber dafür vertreiben wir uns die Zeit mit Schweinereien, because „Rock ´n´ Roll On My Mind“ und Ladies „Lets Get Loaded“ – wer kann diesem Classic-Riff schon wiederstehen? Bitches on your knees! 

„Devilution“ ist bestimmt keine Innovation und auch kein Album vor dem man jetzt mit Ehrfurcht niederknien muss, aber es ist auf jeden Fall ein Longplayer, bei dem man das geboten bekommt, was man sich beim Blick aufs Cover erwartet – straighter, erhlicher Heavy-Metal und das gefällt. Ich erhebe mein Leitungswasser, Prost!

Anspieltipps:
- Rock ´n´ Roll Children
- Lets Get Loaded 
- Season Of The Witch



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Laichster (06.09.2015)

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