Malevolent Creation - Dead Man's Path

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VÖ: 02.10.2015
Bandinfo: Malevolent Creation
Genre: Death Metal
Label: Century Media Records
Lineup  |  Trackliste  |  Credits  |  Trivia

Mit MALEVONT CREATION war kaum mehr zu rechnen. Immerhin gaben sie ihr letztes Lebenszeichen 2010 ab. „Invidious Dominion“ wußte seinerzeit zu begeistern, doch mittlerweile waren doch einige Neumonde zu verzeichnen, welche die Erinnerung an das Death Metal-Geschwader (bis auf kontroversielle Aussagen von Gitarrero Phil Fasciana) weiter verblassen ließen. Die Meldungen von einem neuen MC-Dreher heizten die Spannung auf eine Rückkehr der Haudegen schließlich doch an. Das nunmehr via Century Media veröffentlichte "Dead Man´s Path" weiß zu begeistern, so viel sei schon eingangs verraten. Weder zu stumpf noch zu kompliziert läßt es die Truppe um das einzige konstant verbliebene Urmitglied, Gitarrist und Mainman Phil Fasciana und seine langjährigen Mitstreiter, Sänger Bret Hoffman und Basser Jason Blachowicz, angehen. Brutal, wuchtig und durchschlagskräftig geht das Florida-Quintett zu Werke, ohne jedoch den Focus auf zielgerichtete und kompakte Death Metal-Kracher aus den Augen zu verlieren.

Wer Hochkaräter wie VADER, KRISIUN, SINISTER, CANNIBAL CORPSE, DEICIDE & Co. zu schätzen weiß, liegt hier goldrichtig. Der „Titeltrack“ ist eingangs recht langsam und zäh, umso mehr poliert einem anschließend "Soul Razer" die Fresse, "Imperium (Kill Force Rising)" und vor allem "Corporate Weaponry" reißen schlichtweg alles nieder. Die Brachialbrüder begeistern vor allem mit ihrem Feingefühl für anspruchsvolleres Handwerk und durchschlagskräftige Death-Trademarks. Weitere Highlights auf der runden Brachialsymphonie: die grollende Uptemponummer „Blood Of The Fallen“ (Mitbrüller!), bei „Resistance Is Victory“ flitzen die CANNIBAL CORPSE-Fingerlein über die Griffbretter und „12th Prophecy“ rockt wie Sau. Der aufmerksame Leser hat es bemerkt, es hat sich kein wirklicher Ausfall auf dem zwölften Album daruntergemogelt, auch „Extinction Personified“ und „Fragmental Personified“ fallen kaum ab, die "A"-Seite zählt (trotz des verhaltenen Beginns) ohnehin zum Besten, was heuer im Genre veröffentlicht wurde.

Dass man den einen oder anderen Part bei Genrekollegen schon mal gehört hat (sogar das Albumcover nimmt Anleihen bei MONSTROSITY´s "Imperial Doom"), gibt Punkteabzüge, dafür ballern MC mit enormer Power und Fingerfertigkeit und tackern mit „Face Your Fear“ noch einmal amtlich alles nieder, ein treffend gewählter Rausschmeißer. Neben den eingespielten Recken hat Alt- bzw. Neo-Drummer Justin DiPinto auf dem Sessel Platz genommen, der sich zumindest soundtechnisch ideal integriert. Fans der Death-Veteranen dürfen sich glücklich schätzen, dass ihre Heroen auch nach ewigen Jahren im Business immer noch derart vital, potent und keineswegs ausgewhimpt am Start sind. MALEVOLENT CREATION montieren auch ein knappes Vierteljahrhundert nach dem Debut "The Ten Commandments" die Rüben nur so reihenweise ab. Die erfahrenen Könner brillieren auch auf "Dead Man's Path" mit wohlfeilen musikalischen Finessen, ruppigen Death-Brettern sowie roher Wucht und liefern ein amtlich produziertes Genre-Jahreshighlight ab!



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Thomas Patsch (01.10.2015)

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