Crossing Edge - Breakout

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VÖ: 21.08.2015
Bandinfo: Crossing Edge
Genre: Melodic Metal
Label: Massacre Records
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Lineup  |  Trackliste

Bandgründung 2011, siebenter Platz beim Austrian Band Contest 2012, ein selbst produziertes Album 2012, zahlreiche Live-Auftritte mit einer energiegeladenen Show… das sind CROSSING EDGE aus Oberösterreich. Nach ihren Angaben eine Modern-Melodic-Metal-Band. Meiner Meinung nach aber viel mehr, denn da gibt es auch Anleihen bei Progressive und Metalcore. Die Jungs lassen sich nicht in eine Schublade stecken, sondern machen was ihnen gefällt und das machen sie gut.

CROSSING EDGE zeigen, dass bei ihnen ordentlich die Post abgehen kann, und das mit einer Power und musikalischen Richtung, wo man glaubt, es mit einer großen internationalen Band zu tun zu haben. Das liegt sicher an ihrer Devise: „Was nicht nach voller Leidenschaft klingt, kommt nicht auf dieses Album!“ Mag hart klingen, führt aber zu hoher Qualität. Und weil die alten Songs vom Album „Of Ghosts And Enemies“ auch mit voller Leidenschaft eingespielt wurden, diese aber nicht jeder kennt, werden einige Tracks auf "Breakout" nach soundtechnischer Überarbeitung zu neuem Leben erweckt.

Also höre ich mir gleich einmal „alt“ und „neu“ an; konkret „Call Me Under“ und „Part Of Me“ – die Nummer eins und zwei auf dem Album. Wow – das fährt mit Wucht und Energie in die Magengrube, das hat ordentlich Biss und volle Energie. Dafür verantwortlich sind nicht nur Bass und Schlagzeug, sondern auch die starken Vocals bzw. Screams und Growls von Sänger Bernhard Klausner. Umgehend hört man, dass das Songwriting sehr abwechslungsreich ist. Die Jungs aus Oberösterreich liefern keinen Einheitsbrei, sondern Vielfältigkeit, wo innerhalb eines Stückes harte Riffs und Screams mit soften, weichen Keyboard-Parts und bravem Gesang konkurrieren oder auch harmonieren, je nachdem, wie man das sieht. (siehe „Part Of Me“ – als Video unten angefügt).

Die Mischung ist echt stark und ich muss gestehen, hätte man mir das Album ohne Info in die Hand gedrückt, ich wäre nie und nimmer auf die Idee gekommen, dass das ein Werk aus Österreich ist. Zu international und groß ist der Soundteppich, den man geliefert bekommt. Absolut überzeugend die Gitarrenarbeit, die ratternden, wuchtigen Bässe und der Gesang/Scream/Growl-Part.

Anspieltipps sind auf jeden Fall der Opener „Call Me Under“ (ein alter Song), „Part Of Me“ oder „Tonight“. Diese drei sind jetzt keine Reihung von „Best Of“ auf dem Album, sondern eher eine willkürliche Auswahl, weil einfach alle Songs gut gemacht sind und man wirklich nicht weiß, welchen man zuerst nennen soll.

CROSSING EDGE liefern auf "Breakout" wiederum Top-Qualität. Die Jungs haben musikalisch einiges drauf und die Umsetzung ist auch super. Hier mangelt es an nichts und das hört man vom ersten bis zum letzten Song. Das einzige „Manko“: sie lassen sich stilistisch nicht so leicht in eine Schublade stecken. Aber bildet euch selbst eine Meinung betreffend dominierendem Genre. Mir gefällt, wie sie mit Power losmarschieren und vom ersten bis zum letzten Song Biss, Härte und doch auch Melodie an den Tag legen. Insofern ist mir eine eindeutige Zuordnung egal. Der Gesamteindruck muss stimmen - und das tut er.

Wer die Band mal live erleben will, kann dies am 17. Oktober 2015 beim Metalnight Outbreak Festival in Vorchdorf erleben oder am 5. Dezember 2015 beim X-Mas Metal Meeting in Wilhering



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Lady Cat (27.09.2015)

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