Ailafar - No Limits

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VÖ: 25.09.2015
Bandinfo: Ailafar
Genre: AOR
Label: AOR Boulevard Records
Lineup  |  Trackliste

Griechenland entwickelt sich seit einiger Zeit zu einer Hochburg des Melodic Rocks. Ich denke dabei an WILD ROSE, KINGDRAGON, JOHN JEFF TOUCH, FARRADAY und anderen, die meisten unter dem Management des umtriebigen Amerikaners Chris Siloma. Einer der vielversprechenden und talentierten griechischen Musiker ist der Gitarrist John Tzortzis, der die Band AILAFAR 2006 gründete, um sein umfangreiches Material bei zahlreichen Clubgigs zu performen. Nach einigen Demos wurde 2011 das erste Full-Length-Album in Eigenregie veröffentlicht, das außerhalb Griechenlands kaum bekannt wurde.

Nach einem Besetzungswechsel und vielen Auftritten begann John Tzortzis mit den Aufnahmen zum Zweitwerk, das nunmehr bei AOR Blvd Records europaweit erscheint und 13 Songs enthält, die von zahlreichen Gästen eingesungen wurde. Diese erfüllen ausnahmslos das AOR-Reinheitsgebot: Schöne, einprägsame Melodien, mal dominante Keyboards, mal dominante Gitarren, wunderschöne Stimmen, solistisch und im Chor, überraschende Hooklines, wunderschöne Balladen, alles verpackt in perfekter, glatter Produktion. Von den Gastsängern sind Stephan Kammerer (FRONTLINE, STEREOTIDE), Paul Jackson (ROADHOUSE, PETE WILLIS BAND) und David Saylor (PUSH UK) die bekanntesten. Aber auch die übrigen erledigen einen hervorragenden Job. Das Werk wurde geschrieben und produziert vom Mastermind John Tzortzis selbst und gemastered von niemand Geringerem als Mitch Malloy.

Stephan Kammerer eröffnet mit "Live 4 Me Live 4 You“ und gibt das Motto aus: Ohrwürmer erster Güte, die den Hörer fesseln und nicht mehr loslassen. Eine Perle löst die andere ab, dem jeweiligen Vokalisten auf den Leib geschrieben. Nicht weniger als neun Songs sind weiblich besetzt, sodass man unwillkürlich Vergleiche ziehen muss und die kann ich nur mit den Besten der Besten ziehen: HEART, WITNESS, LEE AARON, LAOS oder ISSA. Highlights dieser überragenden AOR-Scheibe sind neben dem Opener „Two Roses“ und „Out Of The Blue”, die zur richtigen Zeit Riesenhits gewesen wären, „Flood Of Love“ und „Tell Me Why“ - beide von der brillianten Tatiana Oikonomou eingesungen. Da die restlichen Songs beileibe keine Filler sind, wird ohne Bedenken die Höchstnote und vor dem unglaublich talentierten Songwriter John Tzortzis der Hut gezogen. An alle AOR/Melodic-Fans: Gebt der griechischen Rockszene eine Chance und hört euch dieses Meisterwerk an!



Bewertung: 5.0 / 5.0
Autor: Wolfgang Kelz (30.09.2015)

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