The Winery Dogs - Hot Streak

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VÖ: 02.10.2015
Bandinfo: The Winery Dogs
Genre: Hard Rock
Label: earMusic
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Lineup  |  Trackliste

 

Die WINERY DOGS assoziiert man mit einem Wohlgefühl. Sowohl Drummer Mike Portnoy als auch Frontmann Richie Kotzen sowie Billy Sheehan als Dritter im Bunde, scheinen allesamt umgängliche und sympathische Zeitgenossen zu sein. Dass sie Virtuosen auf ihren Instrumenten sind, darf nicht zuletzt aufgrund der Vergangenheit und der Referenzen der Musiker (DREAM THEATER, MR. BIG etc.) als amtsbekannt vorausgesetzt werden. Was die Band abseits des musikalischen Könnens aber auszeichnet, ist, dass sie es schafft, ihr musikalisches Genie in Songs fließen zu lassen, welche diese Bezeichnung auch verdienen. Der Opener "Oblivion", das lässige "Captain Love", das ebenfalls herausstechende "Empire" oder das finale "The Lamb" überzeugen in ihrer Gesamtheit und nicht nur als lieb- und konzeptlose Aneinanderreihung von Solo/Jam-Eskapaden. Zudem verstehen es die erfahrenen Beteiligten, schlichtweg ein gutes Gefühl beim Hören ihrer Alben zu erzeugen. Die Titel sprühen geradezu über vor Coolness, wohliger Wärme und entspanntem Charme ("Ghost Town", "War Machine"). Kein Wunder, scheint doch die seitens der Musiker geäußerte "stimmende Chemie" hörbar ungefiltert in "Hot Streak" einzufließen. Dass die Herren ihre Kompaktheit, Dynamik und Spritzigkeit auch auf den Bühnenbrettern umzusetzen vermochten, davon konnte man sich zuletzt auf dem Livedreher "Unleashed In Japan" überzeugen.

Dass es trotz lässig-smoother Nummern ("Fire" oder "Spiral") nicht zu chillig wird, dafür sorgen die erdige Produktion und die scharfen Gitarrenriffs von Richie Kotzen wie auch treibende Rhythmen und packende Instrumentalteile, auch wenn man das Gefühl hat, dass die Neue insgesamt ruhiger als der Erstling ausgefallen ist. Auch als Nichtmusiker ist man verleitet, genauer auf die Instrumente zu hören und fühlt sich dabei noch bestens unterhalten, da auch technisch Unbedarfte bei verspielteren Teilen oder frickeligeren Titeln wie "Hot Streak" nicht überfrachtet werden. Das Trio verabreicht sein musikalisches Können in für Normalverbraucher homöopathischen Dosen, für Musiker und Fans ist aber trotzdem noch genug Futter für die Ohren am Start. So überzeugt auch Album Nr. 2 mit einschmeichelnd-melodiösem Songmaterial ("How Long"), lässigen Überraschungen (etwa die Orgel in "Think It Over" oder die Eddie VAN HALEN-mäßige Gitarre auf "Devil You Know"), allzeit durchschimmerndem Blues und orientiert sich dabei nur an den ganz großen Namen der zeitgemäßen Härtner-Rock-Szene. THE WINERY DOGS kultivieren ihren Stil weiter und überzeugen wiederum mit einem kompakten und guten Longplayer (der seine Bezeichnung ob einer Spielzeit von rund 65 Minuten wahrlich verdient!) voller zeitgemäßer (Hard-)Rock n´ Roll-Titel. Ein Album von echten Könnern, das wiederum nicht nur bei Musikern Anklang finden wird! Wer das Debut mochte, kommt hier auch nicht umhin.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Thomas Patsch (12.10.2015)

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