Path Of Samsara - The Fiery Hand

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VÖ: 28.08.2015
Bandinfo: Path Of Samsara
Genre: Progressive Rock
Label: Van Records
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Lineup  |  Trackliste

Bereits seit einiger Zeit erhältlich ist "The Fiery Hand" der deutschen PATH OF SAMSARA. Die Band gehört zum Kreis der Künstler, die bereits beim legendären Funkenflug-Ritual auf der Neudegg Alm aufspielen durften, wo ich auch zum ersten Mal in den Genuss der Musik kam.

Diese bewegt sich zwar im vermeintlich ausgelatschten Okkult-Rock, PATH OF SAMSARA sind dennoch anders. Denn trotz des okkulten Überbaus, der sich auch in den Texten wie zum Beispiel "Serpent Magick" bemerkbar macht und auch dem ein oder anderen rituell gehaltenen Songteil, treten die Stücke von "The Fiery Hand" so richtig Arsch und beherbergen auch den ein oder anderen mächtigen Ohrwurm.

"The Fiery Hand" drückt gleich als erstes auf's Gas und klingt wie eine Mischung aus THE CULT und THE DEVIL'S BLOOD, während "Veil Of Gold" noch mehr in den 70ern veranlagt ist. "Serpent Magick" klingt sehr düster-rituell, es wird viel mit Soundscapes gearbeitet, gegen Ende türmt sich das Stück zu einem mächtigen Finale auf. "The Withered Tree" erinnert mich ein wenig an die leider sehr unterschätzten LAKE OF TEARS. "Da Doud Reit Durchn Woid" greift thematisch und im Sound Folklore-Elemente auf, allerdings abseits von Lagerfeuerklampfen. Dunkel und erhaben, mit stoischem Rhythmus startet das Stück, bevor es Fahrt aufnimmt. Schwarzmetallische Zitate erinnern gelegentlich an die epischeren Momente der Iren PRIMORDIAL.

Etwas Psych-Folk gibt's danach bei "The Blue Demon", bevor das Stück in reinen, stampfenden 70er-Hard Rock übergeht. Durch den steten Wechsel zwischen den folkigen und den Rock-Teilen wirkt das Stück auf mich wie ein vergessenes und umgearbeitetes Stück aus der Feder Morricones. Äußerst beeindruckend. Die Beschwörung der Flammen wirkt auf eigenartige Art sehr plastisch und greifbar.

"Pyredancer" ist ein recht straighter Rocker mit einem abgefahrenen Mittelteil, während "The Dawn Of Saturn" einen gewissen "Wildhoney"-Vibe in sich birgt. Ein wahnsinnig toller Chorus rundet die Nummer ab. Die folgenden drei Stücke gehören sicher zum Besten, was ich in der letzten Zeit gehört habe. Die ungestüme Power und wahnsinnigen Riffs von "Death Aeon Gateway" blasen mich völlig um, das Epos "Supernova" ist hingegen ein weiterer Beweis, dass die Saat von THE DEVIL'S BLOOD gut ausgebracht wurde und nun entsprechende Früchte trägt. Für mich presönlich ist "Wood And Bone" am Schluss jedoch das endgültige Highlight.

Selten ist mir ein in sich so schlüssiges und perfektes Album untergekommen. Hier stimmt einfach alles. Die Instrumentalfraktion ist über jeden Zweifel erhaben, der Gesang ist zum Niederknien und der Sound ist absolut erstklassig. Ich gebe nur viereinhalb Punkte weil es ja noch Luft nach oben blablabla... ACH was, was soll man denn da groß herum reden, wenn ein Album die fünf Punkte verdient hat, dann soll es die verdammt nochmal auch haben! Tolle Band, tolles Album! Nicht entgehen lassen!



Bewertung: 5.0 / 5.0
Autor: Alex M. (29.10.2015)

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