Gold - No Image

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VÖ: 23.10.2015
Bandinfo: GGGOLDDD
Genre: Psychedelic Rock
Label: Van Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Leichte Kurskorrektur im Tulpenland! Haben sich GOLD auf ihrem Debüt-Album „Interbellum“ (zum Review) noch einen spürbaren Pop-Appeal in ihren Rocksongs gegönnt, mischt man auf „No Image“ deutlich psychedelic angelehnte Züge in insgesamt zehn neue Tracks. Dass sich hierbei ex-THE DEVILS BLOOD Gitarrist Thomas Sciarone samt seiner liebreizenden Frontfrau Milena Eva  deutlich Richtung Sciarone’s ex-Band bewegt, ist wohl eher Zufall denn ausgeklügeltes Kalkül. Gut zu Gesichte steht dem Quartett dieser leichte Schwenk hin zu verrückteren, ja auch bedrückten Songstrukturen auf jeden Fall.

Das wird einem spätestens beim monoton, aber beharrlich dahinschwirrenden „Old Habits“ bewusst, wo gerade Milena Eva ob ihrer geisterhaften Stimme für Gänsehaut und Spannung sorgt. Dies im Einklang mit „O.D.I.R“, der schon fast als TDB-Tribute durchgehen könnte steht quasi au contraire zur nach wie vor vorkommenden Pop-Kultur. Die wird mit „The Waves“ samt seinen Ohhhhs und Ahhhhhs ebenso würdig vertreten wie im abschließenden, einigermaßen am Liebreiz kratzenden „Taste Me“.

Der Rest der imagelosen Scheibe passt sich in keiner Weise an, wildert mal im Psyhcedelic Rock, liebäugelt mit dem Post-Punk, ergibt sich dem Doom ebenso wie sie sich mit diversen anderen Post-Derivaten schmückt und nebst dem einigermaßen staubigen Sound glänzt an allererster Stelle die wunderbare Stimme von Milena Eva, die bei all dem aufgefahrenen Abwechslungsreichtum mit ihren leicht und locker rübergebrachten Gesangslinien die Eingängigkeit von „No Image“ quasi im Alleingang sicherstellt.

Dark/Death Rock, Loud Indie-Rock, Experimental Music



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Reini (27.10.2015)

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