REVOCATION - Empire Of The Obscene (ReRelease)

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VÖ: 13.11.2015
Bandinfo: REVOCATION
Genre: Death / Thrash Metal
Label: Metal Blade Records
Lineup  |  Trackliste  |  Trivia

Dieses Review schließt die kleine Lücke, die hier bislang in Bezug auf CD-Besprechungen von REVOCATION klafft. Einzig das Debutalbum wurde hier noch nicht besprochen, was anläßlich des ReReleases von "Empire Of The Obscene" nachgeholt wird. Der Rest der Diskografie wurde seinerzeit via Relapse Rec. veröffentlicht; Metal Blade, die den letzten Brecher "Deathless" auf den Markt brachten, ließen es sich nun allerdings nicht nehmen, auch den Erstling, der 2008 in Eigenregie (Auflage anscheinend 1.000 Stück) veröffentlicht wurde, einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

"Empire Of The Obscene" bereitete seinerzeit den Weg für den Relapse-Zweitling "Existence Is Futile", der von Reini recht gut eingestuft wurde. Druckvoller Thrash Metal mit Death Metal-Einfluß, so lautet das Credo von REVOCATION, die amtlich wüten. Eine komplex angehauchte Note zeigt sich vor allem im Schlagzeugbereich, ergänzt von anspruchsvollen Gitarrenflitzereien. Dank fettem Thrash-Riffing und technisch-melodischen Soloeinlagen vermag schon der Erstling dem geneigten Ohr zu schmeicheln. Die Fingerfertigkeiten und die flotte Uptempo-"Make-It-Or-Break-It"-Attitüde zeichnete die Eigenveröffentlichung des US-Outfits aus, die Jungs aus Boston verbreiten (ähnlich wie Brüder im Geiste wie ARSIS, DECAPITATED oder SYLOSIS in jeder Spielsekunde der zehn Tracks („Stillness ist ein Instrumental) Dynamik und Power.

Vereinzelte Bree-Einlagen („Fields Of Predation“), Blastattacken (Titeltrack) oder Gangshouts („Exhumed Identity“) runden dieses für eine Eigenproduktion gelungene Erstlingswerk des nunmehr fast zehn Jahre im Business stehenden und mittlerweile gereiften Boston-Vierers ab, der hier noch unbedarft und befreit aufspielt, aber noch nicht in jeder Spielsekunde die Konsequenz und die Erfahrung offenbart, die griffigen und für ein Debut starken Songs (als positive Beispiele seien etwa der durchschlagskräftige Opener, das lässige „Exhumed Identity“ oder der Titeltrack genannt) auf den Punkt zu bringen. Das Soundbild auf dem neu gemischten und remasterten Erstling ist hingegen top. Zudem packte die Band auf diese Re-Issue das „Summon The Spawn"-Demo drauf.



Ohne Bewertung
Autor: Thomas Patsch (09.11.2015)

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