Dan Patlansky - Dear Silence Thieves

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VÖ: 00.05.2015
Bandinfo: DAN PATLANSKY
Genre: Blues Rock
Label: Eigenproduktion
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Lineup  |  Trackliste

„DAN PATLANSKY? Wer ist das denn?”, dachte ich mir, als ich den Namen zum ersten Mal las. Klingt so gar nicht Rock‘n'Roll. Noch nicht ins letzte Album reingehört, las ich aber, dass Mr. PATLANSKY mit JOE SATRIANI gerade auf Tour ist und das ist schon das Gütesiegel für ziemlich gute Gitarrenmusik – oder in diesem Fall speziell Blues Rock.

Als ich dann noch las, dass ‚Dear Silence Thieves” vom Blues-Rock-Review USA zum Nummer-eins-Album des Jahres 2014 gekürt wurde, war klar, diesen Wundertypen muss ich hören, zumal ich eine Schwäche für das Genre habe. Was kann ich sagen? Ich bin verliebt! Das Album ist wunderbar produziert, Mr. PATLANSKY spielt nicht nur eine virtuose und schmutzige Gitarre, sondern hat auch noch die passende raue, sexy Stimme dazu. Schon der Einstieg ist ein Tritt in die sprichwörtlichen Eier. „Backbite” ist eine geile, schlagkräftige Nummer, bei der ich es nicht lassen konnte, wie so ein Wackel-Dackel mit dem Kopf zu nicken.

„Pop Collar Jockey” besteht aus was? Drei oder vier Akkorden, schafft es aber trotzdem eher  zu hypnotisieren statt fad zu klingen. „Fetch Your Spade” besticht durch rockig-harte Klänge, überraschend kleine ‚sanfte” Intermezzi/Atempausen und einem von diesen wunderbaren Soli, die DAN PATLANSKY so drauf hat. „Hold On” ist mein persönlicher Favorit auf dem Album. Vielleicht weil es von den Akkorden her ein wenig wie CHRIS ISAACs „Wicked Game” klingt und den Track fand ich schon unheimlich sexy, als der rauskam. „Taking Chances” ist good-old-fashioned Rock‘n'Roll, mit rotzigen Gitarrensounds, die einem wie eine Peitsche um die Ohren geknallt werden. „Windmills And The Sea” ist ganz gegenteilig – sanft und eher poppig. Ein bisschen der Ausreißer, schafft es aber gerade noch so ins Konzept (trotzdem leichter Punktabzug).

Bei „Only An Ocean (Reprise)”  und „Your War” besinnen wir uns eh wieder, warum wir dieses Album hören. Das ist toller, lazy Blues; Musik, zu der man sich am liebsten ausziehen und… naja... eh wissen, oder? „Feels Like Home” und „Madison Lane” sind zwei Gute-Laune-inspirierende Tracks, die dieses Werk von DAN PATLANSKY perfekt abrunden.

Fazit: Der Junge kann nichts falsch machen. Wenn der schon von BRUCE SPRINGSTEEN als Opener für einen Stadion-Gig vor 64.000 Zuschauern nominiert wird… muss ich noch mehr sagen? Ich hör mir jetzt die restlichen Alben von DAN PATLANSKY an. Yay!

 



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Betti Stewart (23.10.2015)

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