Burn The Mankind - To Beyond

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VÖ: 18.12.2015
Bandinfo: BURN THE MANKIND
Genre: Death Metal
Label: Mighty Music
Lineup  |  Trackliste

Some people just want to see the world burn“ – zumindest so scheint das Motto der Brasilianer zu lauten, sonst betitelt man sich nicht als nihilistisches, flammendes Inferno zur Vernichtung der Menschheit. Wenn wundert es da, dass BURN THE MANKIND Death-Metal produzieren, eh niemanden, den Südamerikaner sind ja schon immer den extremeren Spielarten zugetan, liegt wohl erstens daran, dass das Leben im Dschungel nicht gerade einfach ist und man zweitens in der Gosse Rios relativ wenig zu Fressen hat – soziale Benachteiligung als Antrieb zur Aggressivität. SEPULTURA haben es einst vorgemacht und auch wenn der übermächtige brasilianische Mord-und-Totschlag-Urvater längst nicht mehr sonderlich schlagkräftig ist, so ist der Einfluss von „Arise“ auch in „To Beyond“ mehr als merklich zu erkennen – I see the world old, I see the world dead! Selbst zeigt man sich jedoch äußerst lebendig und neben den Cavelera-Brothers hören die Jungs von der Copacabana wohl auch öfters mal bei den Compadres von KRISIUN rein – „Black Force Domain“ stand wohl des öfteren Hackbeil-Pate und lässt es ordentlich scheppern im Regenwald.

Everything dies… „To Beyond“, rotzt misanthropisch, sozialkritisch und mit viel Wut im Bauch daher und vereint Death-Nackenbrecher wie den Titeltrack mit Blutwalzen vom Schlag „Everyone Is Blind“. Eine schmale Gratwanderung zwischen Kettensägenmassaker und Panzerkettenmatsch – des Schlächters Wahl des passenden Werkzeuges vermischt sich dann doch des Öfteren und führt zu so wunderbaren Frontenlärm im Stil von „Cries“ und höre da dort an der Demarkationslinie dürfen auch SLAYER ihren Teil zum Blutbad beisteuern. „To Beyond“ zeigt sich „Beneath The Sun“ wohl momentan als einer der inhomogensten Death-Longplayer seit langer Zeit und trotz des Willens zu experimentellen Tötungsmethoden schaffen es BURN THE MANKIND nicht sich endgültig aus dem faulig stinkenden Leichensumpf zu erheben. Der letzte Schliff an der blutverschmierten Klinge fehlt noch, zu oft erinnert man noch an die Kopie von etwas, dass die großen Namen schon einmal veröffentlicht haben. „Geschicklichkeit ist besser als Kraft!“ lautet ein brasilianisches Sprichwort und trotzdem verlieren sich BURN THE MANKIND zu sehr in wuchtigen Muskelspielen, als in ausgeklügelten Strukturen – zu viel stumpf ist dann leider auch nicht der wahre Trumpf. Trotzdem ist „To Beyond“ in Summe ein solider Death-Longplayer für Freunde des südamerikanischen Hassbatzens mit SEPULTURA-Gedenkriff der sich nach mehreren Umdrehungen doch stupide ins Cerebrum bohrt, den ein anderes brasilianisches Sprichwort besagt auch: Água mole em pedra dura, tanto bate até que fura!.“ – steter Tropfen höhlt den Stein! 



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Laichster (11.12.2015)

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