Grunt - Codex Bizarre

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VÖ: 29.08.2015
Bandinfo: Grunt
Genre: Grind Core
Label: Transcending Obscurity
Lineup  |  Trackliste

Wer meinen mit an Sicherheit grenzenden politisch inkorrekten und meist schwarz wie die Nacht angehauchten Humor weder versteht, noch akzeptiert oder toleriert, der ist eventuell etwas verkrampft, wenn er aber auch beim Koitus die Verdunkelung vorzieht, dann sollte er jetzt so schnell wie möglich Happy-Rosa-Brille-Musik (wir empfehlen AMARANTHE, LORDI, HEVISAURUS, DELAIN,… the epitome of everything thats wrong with Metal!) für Kinder und 40-jährige Jungfrauen hören gehen und sich das Folgende und einen dementsprechenden Würgereflex mit eventuellen Aufstoßen des Mittagessens ersparen – den GRUNT sind eindeutig nur für diejenigen geeignet, die sogar dem rudimentären CANNIBAL-CORPSE-Fleischermesser-Fan zu geistesgestört sind. Wer CUNTGRINDER als Literarturnobelpreisverdächtig ansieht (Bück dich, bück dich bück dich!), GUTALAX eigentlich für nette Jungs in ihrer pubertären Experimentierphase hält, im Zoo stundenlang den aschgrauen Beutelbären COCK AND BALL TORTURE´s „Koala Cunt“ vorgrunzt und sich anschließend von seiner Lebensgefährtin, der psychisch labilen Cyber-Goth-Domina mit Vorliebe für Golden-Shower-Spielchen, verprügeln lässt, der gehört eindeutig in die Zielgruppe von „Codex Bizarre“, den in der gesellschaftlich normative Grenzen auf anomale Weise sprengenden Welt von GRUNT wird der tschechischen Borat-Tanga-Kombos Symphonie „Miss Piss Junior“ nicht nur metaphorisch gepredigt… Breee Bree Wii Suck My Dick Wiiii Breee!  Ja liebe weichgespülte Symphonic-Hupfdohlen-Anstarrer, die ihr es bis jetzt durchgehalten und die Warnung nicht ernstgenommen habt, wärend ihr euch um einen Platz in der ersten Reihe prügelt um euch Mastrubationsvorlagen von leicht bekleideten Singschnepfen zu knipsen, welche ihr postwendend nach Konzertende über eurem Bett aufhängt, bieten die Herren in den Latexanzügen Shows bei denen euch die Augen ausfallen würden und ihr nie wieder an sowas wie Fortpflanzung denken würdet – Provokation durch öffentliches Fäkalieren… „Das ist nicht normal, ihr gehört alle zum Psychiater!“

Sprechen wir von Provokation als Mittel des künstlerischen Denkanstoßes, zum gesellschaftlichen Diskurs, zur Bildung einer besseren Gesellschaft – okay, ich will jetzt bestimmt nicht intellektuell mehr aus „Codex Bizarre“ machen als es ist, nämlich ein technisch versierter Brocken der geschickt inszenierten Fetisch-Ekelhaftigkeit. Trotz, oder genau deswegen gehören solch liebreizende Kompositionen wie „Teratroid Latex Feudalist“ oder „Helix Masterpiss (Exotic Aquatica)“ mit dem Bachmann-Preis geehrt und Bumsbuchtante Charlotte sollte sich hier dringend Nachilfe holen, wenn sie wissen will wie „Feuchtgebiete“ wirklich richtig bearbeitet werden. Nicht mit einer stumpfen Mischung aus primitiver Vintage-Porno-Lounge-Music, nein die zukunft gehört dem Hybrid aus Death/Grind Geholze und kurz vorm Höhepunkt platzierten Industrial-Passagen – über solch eine rythmische und sensitive Penetration freut sich jeder G-Punkt. „Becoming The Dominus“ ist da wohl die Fantasie wenn es holzt wie DYING FETUS und kurz darauf so elektronisch wird, dass die Goth-Schlampen mit ihren Leuchtstäbchen zu tanzen beginnen - Schaulaufen des Wahnsinns mit Anspruch für Liebhaber des musikalisch und sexuell Exotischen. Willst du den totalen Hirnfick und hast kein Problem mit abartigen Experimenten im Studio, auf der Bühne oder in einem anderen speziellen Studio, dann stell dir „Codex Bizarre“ in deinen wahrscheinlich vom Rest der Welt nur mit Kopfschütteln bedachte Sammlung und vernichte das letzte bisschen Gehirn, dass dir noch geblieben ist. Endspurt – „Funeral Submission Suite“, welch großartiges Kopfkino, „Panzer Enema“, Romantik pur, „Sadopsychorama“, die Gummizelle ruft – Ladies, wer steht auf Krankenschwesterspielchen… Goth-Girls don´t say no!

anturnende Fetisch-Spielchen:
- Teratoid Latex Feudalist
- Panzer Enema
- Sadopsychorama



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Laichster (14.11.2015)

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