One Year Delay - Deep Breath

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VÖ: 02.10.2015
Bandinfo: One Year Delay
Genre: Nu Metal
Label: Pavement Entertainment
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Lineup  |  Trackliste

Griechenland - Sonne, Strand, Tsatsiki, Moussaka und… sehr leiwande, harte, rockige Sounds. Letztere werden uns in diesem Falle von ONE YEAR DELAY kredenzt, einer sechsköpfigen Band aus Kalamata, irgendwo am Peleponnes.

Also Kalamata kann nicht nur Oliven exportieren, sondern wird auch hoffentlich bald den Sound von OYD in die Welt hinaustragen. Ihre Musik beschreiben sie als Mischung aus Metal, Punk, Grunge und Rock. Und boy, oh boy - das und mehr vermischen sie skrupellos in einem Track, wenn's sein muss. Ihr Debüt „Deep Breath“, das Anfang Oktober 2015 veröffentlicht wurde, ist eine Symbiose von den oben angegebenen Genres, plus einem zusätzlichen Schuss Progressive und Alternative Rock. Sieben Tracks befinden sich auf dem Album und jeder einzelne gibt auf seine eigene Art und Weise Vollgas.

„Gunpoint“ mit seiner Mischung aus Orestis Alimonos' Screaming und sehr melodischem Gesang, gepaart mit brachialen Gitarren legt die Latte schon mal sehr hoch. Das Tempo bleibt schnell bei „Headhunters“ und „Truth, Dare, Despair“. Nu- trifft auf Metal, trifft auf den ganzen rausgefauchten Frust von Sänger Alimonos. „Water Under The Bridge“ läutet den Richtungswechsel ein. Eine absolut mächtige Nummer, wie ALICE IN CHAINS sie nicht besser hätten schreiben können. „Miss You“ erinnert hingegen zum Teil sehr an den Alternative-Sound von PLACEBO. „Try To Stay Alive“, wieder so eine fabelhafte Crossover-Nummer, gibt noch einmal so richtig Gas. Metal, Punk, Grunge? Wen schert es? Es passt, und es rockt! Die längste und "ruhigste" Nummer sparen sich die Jungs für den Schluss auf - "5m 9k“ ist dafür geschaffen, den Hörer von dieser 33-Minuten-Achterbahnfahrt runterzuholen.

Die Songs strahlen in ihrer Diversität eine rohe, fast brutale Schönheit aus. Der Kontrast zwischen Screaming und sanften, zum Teil mehrstimmigen Gesang, gepaart mit Sprechgesang vor teils brutalen, teils schwermütigen Gitarren ergeben eine attraktive Mischung. Gemischt wurde „Deep Breath“ übrigens von niemand Geringerem als TOBY WRIGHT, der unter anderem auch schon ALICE IN CHAINS und KORN produziert hat. Ohne Zweifel hört man diese Einflüsse auch bei ONE YEAR DELAY. Ein beeindruckendes Debüt einer jungen Band, von der man hoffentlich nicht das letzte Mal etwas gehört hat.



Bewertung: 5.0 / 5.0
Autor: Betti Stewart (11.11.2015)

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