Razoreater - Vacuum of Nihil

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VÖ: 13.01.2015
Bandinfo: Razoreater
Genre: Grind Core
Label: WOOAAARGH Records
Lineup  |  Trackliste

Nicht nur, dass Agrarmongoliden meist orthografisch behindert sind, nein, es gibt auch ganz spezielle Exemplare, die im Suff durch besonders evolutionär fragwürdiges Verhalten versuchen das Weibchen des Begehrens zu beeindrucken – so biss einer meiner Lieblingseinzeller einst vom Bierglas und behauptete, er könne diesen amorphen Feststoff verspeisen. Wünschte ich mir doch er würde schlucken und so seine inneren Organe alleine durch die aus seiner kognitiven Benachteiligung erwachsene Selbstüberschätzung verstümmeln. Ein Splitter durch den Darm, zwei durch den Magen und wenn es dann noch lebt, würde es wohl eine wunderbare Deformation des Schließmuskels geben – In magnis et voluisse sat est! So anregend die Vorstellung eines gläsernen Rose-Bud-Dorfkind-Style auch ist, so würde es einen auch reizen nicht nur Glasschlucker zu sehen. Nein, der Feuerschlucker wäre uns auch zu Mainstream, würde uns doch eher interessieren, wenn demnächst das nächstbeste Genie mit Salzsäure gurgelt, zwecks des besseren Atems, oder sich an einer Packung Gillette-Klingen verschluckt – „War das nicht zum Essen gedacht?“ Eventuell wird Razoreating ja der neue Social-Media-Trend, nach Duck-Face, Lippenansaugen (nein, die Lippen im Gesicht ihr Perverslinge) und Präservativ-Kopfnuss wohl die logische Konsequenz, obwohl bestimmt auch ein gesellschaftlich positiver Trend, hilft er doch die geistige Spreu vom Weizen zu trennen, den Art-Noir-Fan vom RTL-II-Assi, den Wertschätzer kultureller Entwicklung vom Konsumenten billiger Groschenromane – Nietzsche hätte seine Freude an so einer simplen, wie auch wirkungsvollen Selektion des gesellschaftlichen Tumors… Nicht fort sollt ihr euch entwickeln, sondern hinauf!

Der Begründer des europäischen Nihilismus sprach zudem: „Toleranz ist ein Beweis des Misstrauens gegen ein eigenes Ideal“, und ein solches versprühen RAZOREATER ihn keinster Weise, vielmehr ersticken sie jeden Zweifel in gnadenloser Brutalität und zermalmen die Spreu ohne Rücksicht auf das auditive Empfinden des gemeinen Glasfressers. Was dann noch so steht wird mit einer Nagelbombe in die ewigen Grindgründe befördert – mehr Stumpf geht fast nicht, NAPALM DEATH grüßen freundlich vom Bühnenrand, wenn es da mit einem durchaus melodiösen Zwischenton im Trommelfeuer des Dreadnought, zur Verwurstung der feschen Dirndln geht, die sich da wirklich vom primitiven Fressspiel beeindrucken ließen – bei ganz hartnäckigen Fällen hilft nur mehr der Blutadler… auf mit dem Rücken und raus mit den Rippen! Ein solch vermeintlich grausamer Tod ist doch im Vergleich zum Zorn der Engländer eine gar gütige Strafe – unter dem Scheppern des prähistorisch primitiven Lärms leidet jeder Singschnepfen-Onanierer mehr, als wie wenn man ihm die Birne mit einer Rohrzange genüsslich zu Brei schlägt. Breeig ist dann höchstens die austretende Gehirnmasse, RAZOREATER sind dagegen mehr der klumpige Brocken, der mit seinen Ecken und Kanten das Fleisch von den Knochen schneidet, bevor er ebenjene, einer Knochenmühle ähnlich, zu feinem Pulver zermalmt. So muss Grind heute klingen, kompromisslos in die Fresse, bis dir alle Beißer im Kauapparat fehlen und wenn dir der Doc die Dritten eingesetzt hat, werden dir diese postwendend noch einmal durch den Kiefer geschlagen… Annuntio bobis gaudium magnum – Habemus Grind!



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Laichster (06.01.2016)

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