Ignite - A War Against You

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VÖ: 08.01.2016
Bandinfo: Ignite
Genre: Punk Rock
Label: Century Media Records
Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Herrlich! Ganze zehn Jahre haben sich Zoli Teglas und seine Kult-Truppe Zeit gelassen um den „Our Darkest Days”-Nachfolger (zum Review geht es hier lang) einzutüten. Qualitätseinbußen muss man trotzdem keine befürchten: IGNITE stehen damals wie heute für super-melodisch untersetzten Punk-Rock, der trotz aller Melodieverliebtheit nie seine Hardcore-Roots außer Augen verliert. Kunststück, datiert die Gründung des Orange County-Kollektives aus dem Jahre 1993, einer Zeit, die nicht nur Grunge-verseucht war, sondern auch das sogenannte Epitaph Records Hardcore/Punk-Revival einläutete.

Während der zehnjährigen Album-Abstinenz waren die Mitglieder von IGNITE aber keineswegs auf der faulen Haut gelegen: Zoli Teglas heuerte bei PENNYWISE an und veröffentlichte mit „All Or Nothing” ein Melodic-Manifest, Craig [Anderson. Drums] gerbte bei STRIFE die Felle, Brian [Balchack - Guitar] nahm mit INTO ANOTHER auf und Brett Rasmussen (Bass) ging mit NATIONS AFIRE auf Tour. Lediglich Nik Hill (Guitar) blieb irgendwo auf der Strecke.

Abstriche muss man deswegen aber keine machen. IGNITE donnern meist im 180-Sekunden-Takt durch ihre Tracks, versuchen sich in „Rise Up“ an einem elegischen Intro und vermengen mehr als gekonnt und unbeschreiblich souverän ihre hochmelodischen Anflüge mit straffen Gitarrensalven und einem goldenen Händchen für nicht mehr aus dem Kopf zu bekommende Refrains.

Das von Star-Produzent Cameron Webb (u. a. MOTÖRHEAD) perfekt in Szene gesetzte, mit 45 Minuten für Hardcore-Punk doch relative lang ausgefallene Werk geht ohne einen einzigen Ausfall über die Ziellinie. Die ganz, ganz großen Hits offenbaren sich zwar erst beim zweiten oder dritten Hören, dann kleben dir aber Sahnestücke wie das leicht brachiale „You Lie“, der famose Opener „Begin Again“, das zugleich nachgeschossene „Nothing Can Stop Me“ oder das Anti-Kriegsstatement „This Is A War“ permanent an der Backe. Und mit dem abschließenden, todtraurig beginnenden und in weiterer Folge fast sieben Minuten dauernden „Work“ platzierte der mit ungarischen Wurzeln versehene Zoli Teglas nicht nur einen eindringlichen Schlussakkord, sondern auch den wohl am meisten Aufsehen erregenden Track des gesamten Albums. Auch weil sich hier nach kurzer Pause der Opener „Begin Again“ mit ungarischen Vocals wiederfindet…

Complex Arrangements, Triumphant Hooks, Soaring Vocals



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Reini (07.01.2016)

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