Renegade - No Boundary

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VÖ: 00.00.2016
Bandinfo: Renegade
Genre: Metal
Label: Eigenproduktion
Lineup  |  Trackliste

Dass unsere deutschen Nachbarn Death Metal können, haben sie vor allem in den letzten Jahren immer wieder bewiesen. Es ist erstaunlich, was unsere Lieblingspiefkes für eine Dichte an guten Death-Bands haben. Neuestes Beispiel dafür: RENEGADE aus Baaaaaaaayern. Die Jungs spielen auf „No Boundary“, ihrem Debütalbum, so als ob sie schon alte Hasen im Geschäft wären.

Konkret bedeutet das: feinster, abwechslungsreicher Death Metal mit viel Holz vor der Hütte. RENEGADE bedienen sich dabei ein bisschen im Melo-Death-Sektor und ziemlich stark beim US-typischen Groove (LAMB OF GOD sind hier offensichtlich Pate gestanden). Dazu passen auch die Vocals, die öfter an LOG-Fronter Randy Blythe erinnern (bei „Masses To Ashes“ erwartet man sich an jeder zweiten Ecke ein „guaran-fuckin-teed“). Sänger Kilian Steinmann holt auch aus seiner Stimme alles heraus, was heutzutage im Death Metal gefordert ist, von bösen Growls über aggressive Core-Shouts bis zum höherlagigen Geschrei. Einzig beim cleanen Gesang haperts dann doch merklich (kommt aber glücklicherweise nur beim Schlusstrack „Seasons“ vor), ansonsten liefert er eine lupenreine Performance ab.

Und die Riffs haben es auch in sich, von knackigen Melo-Death-Riffs („My Way“) über das rasante „Deathpit“  hin zu den eher groove-betonten „Awareness Of A Dreamer“ oder „Memories Of The Sun“. Als Schwachpunkte fallen nur der angesprochene cleane Gesang (der auch komplett unnötig ist, das Album funktioniert auch so prächtig) und der eine oder andere etwas zu simple Breakdown, der den Song eher aufhält als vorwärts bringt („Deathpit“), auf. Insgesamt aber ist „No Boundary“ trotz kleinerer Schwächen ein ganz starkes Debüt.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Luka (17.01.2016)

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