IZEGRIM - The Ferrymans End

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VÖ: 25.03.2016
Bandinfo: IZEGRIM
Genre: Thrash Metal
Label: Listenable Records
Lineup  |  Trackliste

Frauen sollte man generell nicht reizen, in keinster Weise – das beginnt damit, dass man einfach nicht den Geburtstag, Jahrestag, Valentinstag, Wurftag des Haustieres, oder was auch immer für ein Datum eurer Herzdame wichtig ist, vergisst. Außerdem ist man immer ein Gentleman, hält ihr immer die Tür auf, erhebt sich von seinem fetten Arsch wenn die Dame sich zu Tisch begibt, hilft ihr ungefragt in den Mantel und dass man die Handtasche hält während sie sich die Nase pudert, oder beim Juwelier Geld ausgibt, versteht sich sowieso von selbst. Beschwert euch ja nicht, sonst werdet ihr die Waffen einer Frau zu spüren bekommen - und wir reden hier nicht von sekundären Geschlechtsmerkmalen und das Vermögen sich unterschiedlichste Dinge bis zum Anschlag in verschiedenste Körperöffnungen zu stecken – nein, ihr werdet erleben was passiert wenn eine Frau wütend wird. Oder wollt ihr, dass es euch geht wie dem Lichtfuzzi, der letztens die Bühne bei IZEGRIM nicht ordnungsgemäß ausleuchtete und zu allem Überfluss auch noch seinen Ellbogen auf dem Nebelwerfer-Betätigungsknopf setzte, um das Haupt seines alkoholübersättigten Körpers abzustützen – Bühnengeschehen fotografieren unmöglich! Also - nein, wollt ihr nicht! Unsere Tina hatte das arme Geschöpf so in der Mangel, dass eine zukünftige Gehirnschädigung nur mehr sein kleinstes Problem ist – anlegen würde ich mich übrigens auch nicht mit Marloes Voskuil! Sieht zwar auf den ersten Blick recht putzig aus, rotzt aber wie Sau und hat es nicht gerade mit sanften Umgangsmethoden, wie sie auf „The Ferrymans End“ wieder einmal klarstellt – Death-Thrash-Powerfrau die euch die Eier bis ins Hirn rauf tritt… und da soll noch einer sagen Gleichberechtigung ist nur eine hohle Phrase! 

Das Holländische Thrash/Death-Geschoss drückt mit „The Ferrymans End“ ordentlich aufs Gaspedal und vergisst dabei nicht auf die Groove-Komponente – ja Baby, es muss walzen! Ob man sich da jetzt mit „White Walls“ episch zur Schlachtbank tragen lässt, oder doch lieber mit „Reclaim My Identity“ stumpf abprügeln lässt, IZEGRIM zeigen stehts wie man seinem Handwerk solide nachkommt. Doch leider blitzt nur selten eine Note in den Kompositionen hervor, die mehr als das Adjektiv „standardisiert“ verdient - Innovation sieht bei Gott (oder an was auch immer geglaubt oder nicht geglaubt wird) anders aus. Nimm ein wenig jüngere Plastik-KREATOR-Songs, verrühre sie mit ein paar der schlechteren ENTOMBED-Nummern und misch alles ultrasteril ab, so steril wie im OP-Saal, und am Ende steht „The Ferrymans End“. Schlecht ist die Langrille der erotisch guttural grunzenden Blondine und ihrer Mannen deswegen noch lange nicht, dem anspruchsvollen Hörer mit Hang zu Abwechslung und dem unverkennbaren Markenzeichen einer Band, wird die Langrille aber ziemlich schnell aus den Ohren quellen, wie einem Oger das Schmalz (Yes Shrek – sooooo romantisch süß! Widersprecht auch hier niemals eurer Frau!). Wären IZEGRIM eine Band mit zehn Releases auf dem Buckel, würde man „The Ferrymans End“ als Pflichterbringung bezeichnen - so bleibt einem ein solides Stück klinisch sauberen Krawalls, ohne sonderliche Ecken und Kanten zum kurzzeitigen Vergnügen… White walls of death!   



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Laichster (18.03.2016)

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