Bridge To Mars - Bridge To Mars

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VÖ: 26.02.2016
Bandinfo: Bridge To Mars
Genre: Classic Rock
Label: Pride & Joy Music
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Lineup  |  Trackliste

Die Skandinavier, die können in meinen Augen momentan nichts falsch machen. Ein großer Anteil der Rock-Alben, die sich momentan auf meinem iPod tummeln, stammen tatsächlich von schwedischen und dänischen Musikern. Und sie sind nicht nur bei mir beliebt, sondern auch bei renommierten Künstlern im Rest der Welt. Nehmen wir zum Beispiel BRIDGE TO MARS. Dahinter verbergen sich Gitarrist Joakim „JJ“ Marsh und Drummer Thomas Broman, beides Veteranen der Band von GLEN HUGHES, dem HUGHES TURNER PROJECT  und im Falle von Marsh sogar Mit-Verfasser vieler Tracks auf  HUGHES’ Studioalben. Komplettiert wird BRIDGE TO MARS von Robert Hansen, ‚the bearded bass master‘, der zusätzlich noch bei der schwedischen Progrock-Band BEARDFISH mitwirkt. Soweit, so Power-Trio. Und was können die? Nun, wenn man nach ihrem selbstbenannten Album geht, eine Menge; und zwar feinsten Classic/ Retro/Psychedlic Rock mit einem gehörigen Schuss Inspiration von einer Menge anderer Bands: LED ZEPPELIN, THE WHO, SOUNDGARDEN, THIN LIZZY - um nur einige zu nennen.

Schon der glänzende Einstieg „The Days That Never Came“ transportiert einen zurück in die frühen 70er. Das liegt zum einen an den harmonischen Gitarren, die sich durchs ganze Album ziehen und an Marsh’s Stimme, die ihm quasi genau für diesen Musikstil gegeben wurde: kratzig, mit erstaunlich hoher Reichweite. „Superfi Yourself“ mit seinem harten Riff und eingängigem Refrain hat starke Einflüsse von LED ZEP und THE WHO. „Soul Shine“, mein Favorit auf diesem Album, kommt schon fast funky daher. „Amaze My Mind“ entführt uns mit lässigen Slide Guitars auf Blues-ige Pfade, während „Jupiter’s Dream“ und „River of Disillusion“ prog-gige Elemente enthalten. Der Abschluss ist das wunderbar melodisch-verträumte „All This Time“ – neun Minuten psychedelische Glückseligkeit.

BRIDGE TO MARS hat sich die besten Sounds der späten 60er und frühen 70er rausgesucht und sie erfolgreich in den neun Tracks auf diesem Langspieler vereint. Was mir ein bisschen fehlt, ist der kratzige und mumpfige Analog-Sound. Das hätte das Hörerlebnis noch wunderbar abgerundet.

 



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Betti Stewart (29.02.2016)

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